Der Umschwung von konventionellen Verbrennern auf die Großserien-Produktion von Elektroautos ist für die Hersteller nicht billig. Die neue Antriebstechnik verursacht Entwicklungskosten, erfordert die Einrichtung neuer Produktionslinien und ein Aufsetzen neuer technischer Systeme in den Autos. Dazu kommen kostspielige Ressourcen für Hochvolt-Batterien, egal ob in Eigenproduktion oder Einkauf.

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Der Markt dehnt sich aus

Aus den oben genannten Gründen haben wir in den letzten Jahren beim Hochlauf der Publikums-Elektromobilität zunächst viele hochpreisige Fahrzeugmodelle kennengelernt. Technologieträger, die wunderbar das Potenzial der emissionsfreien Fortbewegung verdeutlichen, dabei jedoch für die breite Masse kaum erschwinglich sind. Allmählich tritt jedoch die erwartete Harmonisierung des Marktes ein. Komponenten werden günstiger, Produktionen effizienter und die Autos zu guter Letzt billiger für den Kunden.

Dabei müssen Interessierte nicht mehr ausschließlich nach Fernost schielen, sondern können auch auf Produkte aus Europa zurückgreifen. Der Renault-Konzern hat mit zwei Neuvorstellungen gezeigt, dass ein Einstieg in die Welt der Elektromobilität nicht mehr zwingend mit saftigen Anschaffungskosten einhergehen muss.

Der Dacia Spring

Die Tochter-Marke Dacia stellt mit dem Spring seit 2021 das günstigste E-Auto auf dem Markt. Mittlerweile hat das Modell eine Überarbeitung erfahren und fährt mit modernem Infotainmentsystem, Vehicle-to-Load-Funktion und gefälligem Design vor. Abstriche machen Kunden hier bei Performance und Reichweite. Mehr als 65 PS sind nicht zu bekommen, weiter als 220 Kilometer (WLTP) trägt Sie eine komplette Akku-Ladung nicht.

Daraus lässt sich der Anwendungsbereich ablesen. Der Spring ist für Kunden gedacht, die vorwiegend in der Stadt unterwegs sind, oder im täglichen Pendler-Verkehr keine riesigen Strecken zurücklegen müssen. Als Reisefahrzeug auf der Autobahn ist der kleine Dacia hingegen weniger gut geeignet. Dafür bleibt auch der Preis des 2024 überarbeiteten Modells konkurrenzlos günstig. Ohne Subventionen kostet das Basismodell mit 33 kW (45 PS) 16.900 Euro. Selbst die Top-Version Extreme mit 48 kW (65 PS) und guter Ausstattung bleibt mit 19.900 Euro unter der 20.000-Euro-Marke.

Der Renault 5 E-Tech Electric

Für etwas mehr Geld bietet die moderne Neuauflage des Renault 5 Retro-Design mit Zitaten der Markengeschichte und zusätzlichen Spielraum bei der Konfiguration. Als Startgebot für den R5 E-Tech Electric nennt Renault einen Betrag, der noch unterhalb von 25.000 Euro liegen soll. Der offizielle Marktstart ist für den Herbst 2024 geplant.

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Im Angebot: Zwei Akkus (40 oder 52 kWh), drei Leistungsstärken (70, 90 oder 110 kW), DC-Laden mit bis zu 100 kW, Recyclingmaterialien im Innenraum, ein animierter KI-Assistent und ein poppiger Gesamtlook in Anlehnung an den originalen R5 aus den 70er-Jahren. Trotz bulliger Look misst der Elektro-R5 nur 3,92 Meter Länge und taugt damit zum kompakten Stadtflitzer. Das geht freilich zulasten von Laderaum – so passen ins Heckabteil maximal 326 Liter, ohne die Sitze umzulegen.  © auto motor und sport

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