Lange hat er sich Zeit gelassen, jetzt präsentiert Henrik Fisker seine neue Elektrolimousine auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas.

Der Fisker EMotion ist ein rein elektrisches, viertüriges Coupé und ein möglicher Konkurrent des Tesla Model S. Das Design des Autos ist aber ganz nach dem Geschmack des Chefs deutlich spektakulärer.

Frischer Wind im Markt für Elektroautos könnte von US-Hersteller Fisker kommen: Auf der CES 2018 steht der bis dato heißeste Konkurrent des Tesla Model S. Der Fisker EMotion setzt zwar auf ein ähnliches Konzept wie der Tesla (sehr schnell und sehr teuer), kommt aber zum einen mit einem deutlich extravaganteren Design daher, zum anderen ist auch die verbaute Akkutechnik etwas völlig Neues im Autobau.

Fisker EMotion nutzt Supercaps auf Graphenbasis

Im Gegensatz zu den Wettbewerbern setzt der EMotion nämlich nicht auf eine ganze Reihe zusammengeschalteter Lithium-Ionen-Akkus, sondern verwendet sogenannte Supercaps auf Graphenbasis. Graphen ist vielen aus einschlägigen Wissenschaftsmagazinen bekannt. Als das neue "Wundermaterial", das unter anderem die Akkutechnologie revolutionieren soll. Wie genau der neue Energiespeicher von Fisker allerdings funktioniert, hat der Hersteller noch nicht verraten. Nur so viel sei gesagt: Rund 640 Kilometer soll der Wagen mit einer Batterie-Ladung zurücklegen können.

Würde der EMotion das unter Realbedingungen schaffen, wäre Fisker den Tesla-Modellen ein Stück weit voraus. Dass er das sein will, zeigt der Chef – der gleichzeitig auch Chefdesigner ist – an der auffälligen und futuristischen Formgebung des EMotion. Geschwungene Dachlinie, weit in die Ecken der Karosserie gestellte 22-Zoll-Räder und ein Türkonzept, das jeden Lamborghini in den Schatten stellt: Vorne wie hinten gibt es weit aufschwingende Scherentüren, wobei die beiden hinteren Portale schon fast als Flügeltüren bezeichnet werden können.

Ende 2019 soll der EMotion in den Handel kommen

Auch bei den Fahrleistungen soll es keine Kompromisse geben: Die Elektromotoren an beiden Achsen entwickeln zusammen eine Systemleistung von umgerechnet 780 PS. Damit erreicht die E-Limousine 260 km/h in der Spitze. Zu den Sprintzeiten ist bislang zwar noch nichts bekannt, aber viel mehr als drei Sekunden dürften für die Beschleunigung auf Tempo 100 nicht vergehen. Wäre da nur noch der Preis: Zwar hat Fisker vor Kurzem bereits angekündigt, nach dem Marktstart des EMotion Ende 2019 noch ein weniger potent motorisiertes Modell für einen deutlich kleineren Preis anbieten zu wollen - bis dahin stehen aber die selbstbewussten 129.000 US-Dollar (108.000 Euro) im Raum, die ein Exemplar des Fisker EMotion mindestens kosten wird.  © 1&1 Mail & Media / CF

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