Der Frühling ruft wieder vermehrt Cabrio-Fans auf den Plan. Doch wer sich den Traum vom offenen Fahren erfüllen will, der sollte schon vor dem Kauf ein paar Kriterien berücksichtigen.

Ein Cabrio zu kaufen, ist in erster Linie eine emotionale Geschichte. Denn egal ob mit Stahlklappdach oder Stoffverdeck - die Open-Air-Karossen sind nicht gerade für ihre praktischen Vorzüge bekannt. Umso wichtiger ist, dass beim Kauf nicht nur das Bauchgefühl, sondern auch der Verstand mit entscheidet. Besonders bei gebrauchten Modellen lauern schließlich ein paar versteckte Fallen, auf die Cabrio-Käufer unbedingt achten sollten.

Das Verdeck kommt an erster Stelle

Das A und O bei einem Cabrio ist das Verdeck - das gilt insbesondere für Gebrauchtwagen. Deshalb sollten Käufer hier ganz genau hinschauen. Überprüfen Sie die reibungslose Funktion von Gestänge und Faltmechanismus - bei elektrischen wie bei manuellen Modellen. Nichts sollte hakeln und hängen bleiben. Achten Sie dabei besonders auf die Knickstellen. Diese neigen häufig dazu, schneller spröde und rissig zu werden.

Ist der noch ganz dicht?

Genauso wichtig wie die Funktionalität des Verdecks sind die Dichtungen. Neigt der Innenraum oder der Kofferraum zu Feuchtigkeit, ist das ein erstes Anzeichen für undichte Stellen. Prüfen Sie hier auch die Dichtungen, mit denen das Verdeck an der Karosserie abschließt. Ebenso sollten die Gummis rund um die Heckscheibe gründlich kontrolliert werden. Außerdem ist es wichtig, dass sämtliche Nähte die Stockdecke nach wie vor sauber zusammenhalten.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, fährt bei einer Probefahrt mit dem Cabrio in die Waschstraße. Spätestens hier zeigt sich, ob an undichten Stellen Wasser in den Innenraum eindringt. Besonders bei älteren Modellen neigen viele Cabrio-Verdecke zum Lecken. Die Folgekosten für ein neues Verdeck oder das Austauschen einer Heckscheibe sind in jedem Fall ein sehr teurer Spaß.

Pflegezustand kontrollieren

Auch wenn Cabrios häufig als Besserverdiener-Autos gelten, heißt das noch lange nicht, dass sie auch besser gepflegt werden. Achten Sie daher beim Kauf auf sämtliche Inspektionen, Vorschäden und Werkstattrechnungen. Häufig werden Cabrios nur im Sommer gefahren - die Wartung und Pflege bleibt dann bei vielen Besitzern auf der Strecke. Erkundigen Sie sich im Vorfeld über die typischen Schwachstellen des jeweiligen Modells.

Ein Dach für den Winter

Offene Autos, die das ganze Jahr zugelassen sind und im Winter auch mal draußen stehen, sollten auch auf Roststellen kontrolliert werden. Regen, Schnee und Eis sind die größten Feinde des Stoffverdecks. Das gilt auch dann, wenn Sie sich bereits für ein offenes Gefährt entschieden haben. Bedenken Sie, dass eine Garage oder ein überdachter Stellplatz die Langlebigkeit ihres neuen Schatzes deutlich verlängert. In Bezug auf die Kfz-Steuern und Versicherungskosten können Sie auch überlegen, das Fahrzeug nur mit einem Saisonkennzeichen anzumelden, um Geld zu sparen.  © 1&1 Mail & Media / CF