Halter von Diesel-Fahrzeugen sollten im Winter unbedingt darauf achten, dass Sie einwandfreien Winterdiesel tanken. Dieser verfügt über eine bestimmte Zusammensetzung, die den Kraftstoff auch bei Minusgraden geschmeidig hält. Von einem eigenen Benzin-Diesel-Gemisch ist dringend abzuraten, um Motorschäden zu verhindern.

Dieselmotoren verlangen im Winter nach speziellem Winterdiesel, der bestimmte Zusätze enthält, damit das Aggregat auch bei Minustemperaturen einwandfrei läuft. Dennoch hat sich über die letzten Jahrzehnte die Mär etablieren können, dass eine Mischung aus Diesel und Benzin die gleiche Wirkung hat. Der TÜV Süd warnt genau hiervor, da diese Behauptung absolut falsch sei. Ganz im Gegenteil: Moderne Dieselmotoren könnten von einem Benzin-Diesel-Gemisch sogar erhebliche Schäden davontragen. Umso wichtiger ist es, den richtigen Diesel zu tanken und auf ein paar Dinge zu achten, um problemlos mit dem Diesel durch den Winter zu kommen.

Warum ist Winterdiesel so wichtig?

Winterdiesel und Sommerdiesel unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung. Die im Sommerdiesel enthaltenen Paraffine können schon bei Temperaturen von knapp unter null Grad flocken und die Motormechanik wie Leitungen, Pumpen, Düsen und Filter verstopfen (versulzen). Die Folge: Der Dieselmotor springt nicht an oder geht plötzlich während der Fahrt aus. Wärmere Umgebungstemperaturen lassen das Problem zwar wieder verschwinden, einige Bordcomputer moderner Autos müssen aber extra zurückgesetzt werden, damit der Diesel wieder anspringt.

Was ist bei Diesel im Winter zu beachten?

In der Regel sorgen Tankstellen dafür, dass von November bis ins Frühjahr spezieller Winterdiesel an den Zapfsäulen zu bekommen ist. Dieser Dieselkraftstoff enthält besondere Zusätze, die ein Versulzen beziehungsweise ein Verstopfen der Dieseltechnik verhindern. In Deutschland ist der Winterdiesel meistens bis zu Temperaturen zwischen minus 20 und minus 28 Grad Celsius geeignet. In besonders kalten Regionen in Europa wird sogar spezieller Polardiesel angeboten.

So bringen Sie den Motor wieder zum Laufen.

Achtung: Wer aus einem südlicheren und wärmeren Land in eine kalte Region kommt, sollte schleunigst Winterdiesel nachtanken. In den warmen Ländern in Europa wird nämlich das ganze Jahr über Sommerdiesel abgefüllt. Tipp: Achten Sie im Winter auch darauf, dass sich in Ihrem Reservekanister Winterdiesel und kein alter Sommerdiesel befindet.

Wenn der Diesel trotzdem nicht anspringt?

Neben dem falschen Treibstoff kann es noch einen anderen Grund geben, weshalb Ihr Diesel-Fahrzeug streiken könnte. Dieselöl enthält immer geringe Mengen an Wasser, die von einem Filter herausgezogen und gesammelt werden. Gefriert dieses Wasser im Filter, kann das Eis möglicherweise die Spritzufuhr beeinträchtigen. Deshalb sollten Sie Ihren Filter in regelmäßigen Abständen warten und kontrollieren lassen.  © 1&1 Mail & Media / CF