Im Winter stellen schlechte Straßenverhältnisse harte Anforderungen an Mensch und Material. Schlaglöcher, aufgerissener Asphalt, Salz und Deck setzen dem Auto mächtig zu. Umso wichtiger ist es, die stark beanspruchten Verschleißteile am Fahrzeug im Auge zu behalten.

Autos müssen im Winter deutlich mehr an Belastung wegstecken als in den anderen Jahreszeiten. Viele Fahrzeugteile sind durch Kälte und Nässe von Korrosion betroffen, andere werden besonders stark beansprucht, was zur Folge hat, dass die Funktionsfähigkeit darunter leiden kann. Deshalb sollten einige Verschleißteile am Auto im Winter besonders stark im Auge behalten werden.

Harte Winterarbeit für die Stoßdämpfer

Der Winter ist dafür bekannt, dass viele Straßen zu einer wahren Buckelpiste mutieren. Eingedrungenes Wasser gefriert im Asphalt und lässt die Straße mitunter aufplatzen - Schlaglöcher und Risse sind die Folge. Am Auto werden dementsprechend im Winter unter anderem die Stoßdämpfer in Mitleidenschaft gezogen, denn sie verrichten hier Schwerstarbeit. Viele Stoßdämpfer geben im Winter ihren Geist auf.

Neben einem schlechteren Komfort hat das auch zur Folge, dass sich die gesamte Fahrzeugstabilität verschlechtert. Das heißt, dass die Reifen eine schlechtere Bodenhaftung haben und sich auch der Bremsweg verlängert. Wenn das Auto also plötzlich nur noch schwammig auf der Straße liegt und auf schlechten Straßen ein deutliches Poltern aus den Radkästen zu hören ist, sollte zeitnah eine Kontrolle der Stoßdämpfer in einer Werkstatt erfolgen - mangelhafte Stoßdämpfer sind keinesfalls zu unterschätzen.

Autofahrer sollten auf Benzin-Diesel-Gemisch verzichten.

Korrosion durch aggressives Streusalz

Generell werden im Winter die gesamte untere Karosserie und der Unterboden von Salz, Dreck und gefrierendem Wasser angegriffen. Die Folge sind hier Korrosionsschäden. Besonders wichtig ist es, in diesem Zusammenhang die Bremsen im Auge zu behalten. Aggressives Streusalz kann sich auf den Bremsscheiben festsetzen und die Bremswirkung nachhaltig schwächen. Außerdem kann im Winter auch der Seilzug an der Handbremse einfrieren, was ebenfalls zu Folgeschäden führen kann. Deshalb ist es auch im Winter wichtig, das Auto regelmäßig zu waschen und beispielsweise in einer Waschstraße auch eine gründliche Unterbodenwäsche durchführen zu lassen.

Scheibenwischer nutzen sich ab

Jeder Autofahrer wird schon einmal gemerkt haben, dass im Winter oder spätestens nach der kalten Jahreszeit die Wischwirkung der Scheibenwischerblatter deutlich nachlässt. Bei Minusgraden können Sie Wischerblätter auf der Scheibe festfrieren - beim Loslösen nimmt die Gummikante häufig Schaden. Auch werden die Scheibenwischer im Winter in der Regel häufiger benutzt, um verschmutzte Scheiben von Dreck und Eisresten zu befreien. Diese wirken auf das Gummi aber ähnlich wie Schmirgelpapier und machen die Wischblätter spröde und rissig.  © 1&1 Mail & Media / CF