Was ist eigentlich guter Sex? Und wo findet man ihn? Diesen Fragen will Erotik-Expertin Paula Lambert in "So kommt Deutschland – Paula, ihr Mann und die Reise zum besten Sex" auf den Grund gehen. Und damit das authentisch wirkt, nimmt sie ihren Mann Matthias mit auf die "lustvolle Roadshow".

Eines vorab: Ein Roadtrip auf der Suche nach dem besten Sex ist anstrengend. Für Paula, ihren Mann und den Zuschauer. Schließlich müssen echte Opfer gebracht werden. Zum Beispiel ein Tinder-Profil zu sinnfreien Forschungszwecken anlegen.

Für den Zuschauer beginnt die Reise bei Annika und Alex. Die beiden leben in einer offenen Beziehung. Merke: 10 Prozent der Deutschen hatten schon einmal eine offene Beziehung. Bei Annika und Alex sind feste Regeln das A und O.

Deshalb hat Verhütung oberste Priorität, nachträglicher Kontakt ist verboten und Sex mit Kollegen oder Freunden ausgeschlossen. Zeit, mal wieder etwas zu lernen! Für 74 % Frauen und 65 % der Männer ist Treue das Wichtigste in einer Beziehung.

Das sieht Annika anders. Aber Liebe und Geborgenheit, die findet sie nur bei Alex. Nachdem die Mädels und die Männer getrennt voneinander auf erfolglose Pirsch gegangen sind, schläft in dieser "Kölner Nacht" jedes Pärchen brav beieinander. Na dann, gute Nacht.

One-Night-Stands via App: Paula fragt Peggy

Als nächstes legt sich Paula ein Tinder-Profil zu – um herauszufinden, wie lange es dauert, bis sie sich zum Sex mit einem Fremden verabreden könnte.

Bevor es dazu kommt, wird der Zuschauer mit einer sinnlosen Rückblende und einem öden Interview gequält. Dann der nächste Fakt: Mehr als die Hälfte der Dating-App-Nutzer hoffen auf die große Liebe.

Peggy ist eine sogenannte "Tinderella" und studiert in Leipzig Sexualwissenschaften. Sie hatte dank Tinder tollen Sex und fand letztlich eine feste Beziehung. Bei Paula haben sich in einer Stunde sechs Männer gemeldet, die für schnellen Sex bereit gewesen wären. Herzlichen Glückwunsch!

15 Jahre, 3.000 Freier, ein versehentlicher Orgasmus

Weiter geht die Reise. Dem nächsten Interview liegt die Erkenntnis zugrunde: 80 % der deutschen Männer waren schon einmal im Bordell. Vielleicht kennt die ehemalige Edelprostituierte Trixie, die 15 Jahre lang Ihren Körper gegen Geld angeboten hat, das Geheimnis eines leidenschaftlichen Sexlebens? Fehlanzeige.

Denn in ihrem Job ging es um die Sexualität der Freier. Darum hatte sie in all den Jahren ihrer Tätigkeit auch nur einen - versehentlichen - Orgasmus. Heute betreibt die Mutter von drei Kindern einen Bioladen und ist mit einer Frau verheiratet.

Sie sagt: Das Wichtigste beim Sex sei die Wertschätzung. Matthias ist beeindruckt und der Meinung, auf der Suche nach dem besten Sex einen großen Schritt weiter gekommen zu sein. Und Paula? Sie hat von Trixie "sexuell gelernt." Schön für die beiden.

Jill: erst Frau, dann Mann – ein Vorteil beim Sex?

Auf dem Weg zu Jill diskutieren Paula und Matthias über reichlich Skurriles. Was denken Menschen über Geschlechtsteile? Sie fahren in eine Waschstraße. Eine Frage beschäftigt Matthias: Treffen sich Leute in der Waschstraße zum Vögeln?

Immerhin möchten 46 % ihren Partner überraschen. Deshalb hat Paula ein Paket mit Spielzeug für Erwachsene dabei, das sie auf der Fahrt durch die Waschstraße begutachten. Eine weitere unnötige Rückblende später ist die letzte "Forschungsstation" erreicht.

Jill war früher eine Frau. Wenn er nicht weiß, wie guter Sex funktioniert, wer dann? Gespräche am Strand über Transsexualität und Selbstfindung. Matthias geht mit Jill duschen und riskiert einen Blick in seine Badehose.

Seine Bewunderung bringt er mit einem lauten "Wahnsinn!" zum Ausdruck. Der Arzt hat bei der Penisprothese ganze Arbeit geleistet. Außerdem hat Jill besseren Sex, weil er beide Körper wie den eigenen kennt.
Nach stolzen 70 Minuten erreicht der Zuschauer einen Höhepunkt, der in einer "überraschenden" Erkenntnis gipfelt. Die Reise zum besten Sex ist eine Reise zu sich selbst!

Weil jeder individuell herausfinden muss, was er mag oder nicht. Und das gilt nicht nur fürs heimische Schlafzimmer, sondern auch fürs Fernsehprogramm. Denn das ist manchmal schlichtweg eins: stumpfsinnig.