Seit Aschermittwoch ist Fastenzeit. Die ist geprägt von fleischlosen Mahlzeiten, erlaubt sind aber tierische Produkte wie Butter und Öl, Eier, Käse und Milch. Und obwohl die klassischen Fastengerichte wie Milchsuppe, Mehlspatzen oder Baumwollsuppe extrem einfach sind, schmecken sie richtig lecker.

Eigentliche Fasttage sind heute nur noch der Aschermittwoch und Karfreitag. An ihnen ist in der katholischen Kirche nur eine sättigende Mahlzeit ohne Fleisch erlaubt. Zwei weitere Stärkungen sind gestattet. Deshalb passt zu diesen Tagen auch die Milchsuppe. An Einfachheit ist die Suppe nicht zu überbieten: Als Zutaten enthält sie nur Milch, Zucker, Brot sowie eine Zimtstange. Auch die Zubereitungsweise ist unkompliziert: Milch wird mit der Zimtstange aufgekocht und - je nach Geschmack mit Zucker gesüßt - kochend über in der Pfanne gebratene Brotscheiben gegossen. Fertig ist die Mahlzeit!

Fastensuppen: Simpel und schmackhaft

Suppen wie zum Beispiel der fleischlose Eintopf oder die Fastenbrühe spielen traditionell als Fastenspeise eine große Rolle. Auch die sogenannte Baumwollsuppe ist ein Klassiker. Auch hierfür braucht der Koch nur wenige Zutaten wie Mehl, Eier, Brot und Zwiebeln. Die Küchenfee muss lediglich Eier und Mehl verrühren. Auf einen Esslöffel Mehl kommt dabei ein Ei. Je nach Rezept wird noch Wasser oder Milch in die Masse gegeben.

Während der Teigzubereitung wird Wasser mit Salz zum Sieden gebracht. Kocht das Wasser, gibt man die Mehl-Eiermasse dazu, die dann ein bis zwei Minuten ziehen sollte. Die fertige Suppe verteilt der Koch dann auf die Teller, in denen bereits geröstetes Brot und angebratene Zwiebeln angerichtet hat. Es gibt übrigens Baumwollsuppen, in denen die Mehl-Eiermasse in Brühe gekocht wird. Ist die Brühe aber eine Fleischbrühe, handelt es sich natürlich nicht mehr um ein Fastengericht.

Eine andere Fastenspeise ist die Biersuppe, die es in unterschiedlichen Varianten gibt. Zum Beispiel mit den Zutaten Mehl, Milch, Bier und Eiern. In anderen Rezepten findet sich keine Milch, aber neben Bier auch Butter, Mehl, Zucker oder Zitronenschale sowie Gewürze. Altbackenes Brot ist bei manchen Rezepten ebenfalls ein fester Bestandteil der Suppe.

Mehlspeisen als Fastengericht

Auch Mehlspeisen gehören zu den klassischen Fastengerichten. Ein Beispiel dafür sind die sogenannten Mehlspatzen. Die Zutaten sind wieder an einer Hand abzuzählen. Dazu gehören Mehl, Eier und Wasser, außerdem Salz und Muskat. Die Anzahl der Eier variiert je nach Rezept. Verwendet werden meist zwischen vier und sechs Eier je 500 Gramm Mehl. Der Koch braucht lediglich alle Zutaten zu einem glatten Teig verrühren und mit einem Esslöffel Nocken abstechen. Diese gibt er dann in kochendes Wasser. Nach etwa drei Minuten kann er sie abseihen und in einer heißen Pfanne goldbraun backen.

Guten Appetit!