Wer die Natur direkt vor der Haustüre hat, gehört zu den glücklichsten – und vielleicht auch gesündesten Menschen dieser Welt. Wer in der Stadt wohnt, sollte sich schleunigst auf den Weg ins Grüne machen. Denn die Natur ist die beste Medizin gegen Stress und schlechte Laune!

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Entspannung: Die Natur und ihre Wirkung

Entspannung in der Natur ist so ziemlich das Beste, was Sie Ihrem Körper gönnen können, um Abstand vom stressigen Alltag zu gewinnen – und das ganz kostenlos. Schon ein paar Stunden im Wald, ein Ausflug in die Berge, ein Nachmittag am See oder ein Spaziergang über die Wiesen reichen aus, um den Kopf so richtig frei zu bekommen. Denn die Natur hat viel zu bieten:

  • Sauerstoff
  • reine Luft
  • wunderbare Ruhe
  • beruhigendes Grün

Die Geräusche der Natur wirken wie Entspannungsmusik, nicht umsonst gibt es sie auch als Entspannungs-CD zu kaufen: Vogelgezwitscher, das Plätschern des Wassers oder auch der Wind in den Bäumen.

Wissenschaftliche Belege

Der Stressabbau in der Natur ist sogar wissenschaftlich belegt. In einer Studie fanden Umweltwissenschaftler der Universität Michigan heraus, dass schon 20 bis 30 Minuten in der Natur entspannen und das Stresshormon Cortisol im Körper reduzieren. Dazu müssen Sie sich nicht einmal bewegen, auch das Verweilen in der Natur unterstützt den Stressabbau.

Laufen Sie eine Runde durch den Wald, machen Sie draußen Yoga oder ein Fitness-Workout, radeln Sie mit den Kindern über Wiesen und Felder oder setzen Sie sich auf eine Bank und lassen Sie die Seele baumeln – der Aufenthalt in der Natur ist eine wahre Therapie. Gute Nachricht für Städter: Der nächste Park oder eine kleine Grünanlage mit ein paar Bäumen reichen aus, um zwischendurch zu entspannen.

Trend "Waldbaden": Entspannung im Wald

Haben Sie schon einmal Entspannung und Meditation im Wald probiert? "Waldbaden" heißt der Trend, der sich unter Stadtmenschen steigender Beliebtheit erfreut. Raus aus der Großstadt, hinein in den Wald. Frische Luft, der Duft und die Waldgeräusche bieten Entspannung pur.

Der Trend kommt aus Asien und wird auf Japanisch Shinrin Yoku genannt. Das bedeutet übersetzt so viel wie "ein Bad in der Atmosphäre des Waldes nehmen". In Japan gilt das Waldbaden bereits seit 1982 als Therapie und hat als Waldmedizin einen eigenen Bereich im Gesundheitswesen.

Inzwischen hat auch die westliche Welt die vielen Vorteile erkannt und schickt gestresste Menschen gerne zur Regeneration in den Wald. In einer Studie der Universität Parma wurde die Wirkung von Wald auf die Gesundheit untersucht und kam zu dem eindeutigen Ergebnis: Wald ist gesund!

Denn der Aufenthalt im Wald

  • baut Stress ab
  • stärkt das Immunsystem
  • steigert die Vitalität
  • wirkt positiv auf die Psyche und kann Angst und Depressionen reduzieren

Das liegt zu einem großen Teil daran, dass die Bäume über Ihre Nadeln ätherische Öle abgeben und damit Terpene freisetzen. Diese Terpene sind kleine Killerzellen, die Krankheiten vorbeugen und bekämpfen können. Die Entspannung im Wald wirkt sofort und nachhaltig. Höchst interessant war das Ergebnis, dass der Cortisol-Spiegel bei den Testpersonen schon alleine bei dem Gedanken an den Wald sank.

Der Waldspaziergang hat die Wirkung einer Meditation, entschleunigt und macht den Kopf frei. Beim Waldbaden nehmen Sie die Umgebung mit allen Sinnen wahr. Der Geruch, die Naturklänge, das beruhigende Grün – Sie gehen nicht einfach nur spazieren, Sie tauchen vielmehr ganz in den Wald ein.

Erkunden Sie die Pflanzen, die um Sie herum wachsen. Verweilen Sie, um die Naturgeräusche der Vögel und Bäume auf sich wirken zu lassen. Wie riecht frisches Moos? Wie duften die Nadeln der Bäume? Welche Blumen und Kräuter können Sie entdecken? Machen Sie Ihre persönlichen Erfahrungen und lassen Sie sich treiben.

(tsch)

Verwendete Quellen:

  • Waldbaden: "Definition Waldbaden"
  • Welt: "So lange musst du dich in der Natur aufhalten, damit du entspannst"
  • Praxis Vita: "Studie zeigt: „Waldbaden“ beginnt im Kopf"
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