(sbe/kom/cze) - Essen ist für viele ein großer Genuss, doch es kann auch ganz schön gefährlich sein. Greift man zu falschen oder falsch zubereiteten Speisen, kann man ersticken, allergisch reagieren oder sich aus Versehen selbst vergiften. Wir stellen Ihnen einige der gefährlichsten Lebensmittel der Welt vor.

Pilze

Pilze sammeln ist für so manchen eine der liebsten Beschäftigungen zur Sommerzeit, allerdings ist dabei größte Vorsicht geboten. Viele Giftpilze sehen ihren essbaren Verwandten so ähnlich, dass selbst Experten Mühe haben, sie auseinanderzuhalten. Eine Verwechslung kann im schlimmsten Fall zum Tod führen, sodass man grundsätzlich von diesem gefährlichen Hobby absehen sollte. Professionell gezüchtete Pilze sind zwar teurer als selbst gesammelte - allerdings auch mit weniger Nervenkitzel verbunden.

In einem englischen Kochbuch kam es zu einem gefährlichen Irrtum: Bei der Übersetzung von "Die 1.000 besten Salate" von Roderick Dixon ins Finnische wurde aus einem Morchel- mal eben einen Lorchel-Salat. Die Frühlingslorcheln sind zwar essbar, müssen aber besonders zubereitet werden, bevor sie verspeist werden können.

Maniok

Maniok (oder auch Cassava) ist eine Pflanze, die heutzutage in vielen Teilen der Tropen und Subtropen angebaut wird und deren Knollen besonders gerne wegen ihres Stärkegehalts verwendet werden. Das aus den Maniok-Wurzeln gewonnene Produkt findet häufig Verwendung in Puddings und anderen Desserts. Wird Maniok jedoch falsch zubereitet, entsteht giftiges Zyanid in der Pflanze.

Um die Knollen zu entgiften, werden sie zerkleinert (gemahlen oder gehackt) und anschließend mit kochendem Wasser gewaschen, fermentiert oder erhitzt. Das traditionelle Maniok-Mehl, das für verschiedene Speisen verwendet wird, entsteht bei der Röstung und anschließenden Pressung von eingeweichter Maniok-Masse.

Kugelfisch

Der Klassiker unter den Gerichten mit Nervenkitzel dürfte wohl der Kugelfisch (im Japanischen "Fugu") sein. Richtig zubereitet ist der Kugelfisch zwar essbar, doch das Leben der Gäste liegt dabei in der Hand des Koches.

Wenn er auch nur einen Teil der hochgiftigen Eingeweide nicht fachgerecht entfernt, wird aus der Delikatesse eine Todesfalle. Fugu-Köche müssen daher eine dreijährige Ausbildung absolvieren und benötigen ein Zertifikat, um den Kugelfisch verarbeiten zu dürfen.

Ein ähnlich gefährliches Tier ist übrigens die Nomura-Qualle, die in China als Delikatesse gilt. Auch bei ihr müssen die giftigen Partien vor dem Verzehr fachgerecht entfernt werden.

Akee

Die farbenprächtige Akee ist eine Frucht aus der Karibik. Bei ihrem Verzehr ist allerdings Vorsicht geboten, denn die noch unreife Frucht kann zu Übelkeit und Erbrechen, Koma oder sogar dem Tod führen.

Essen darf man die Akee, wenn sie sich rot gefärbt hat und von selbst öffnet. Aber Achtung: Nur der gelbe innere Samenmantel, der die schwarzen, giftigen Samen umhüllt, ist auch wirklich genießbar.

Passen Sie also beim nächsten Jamaika-Urlaub besonders gut auf. Akee mit Kabeljau ist das jamaikanische Nationalgericht.

Chilischoten

Chili ist als Würze sehr beliebt. Wer es feurig mag, kombiniert seine Mahlzeit mit scharfen Soßen, doch dabei ist Mäßigung angesagt: Zu scharfes Essen kann außer heftigem Schwitzen zu Magen-Darm-Problemen, Schwindel und Schwächegefühl führen.

Tödlich ist ein besonders gut gewürztes Chili con Carne also nicht, aber die Auswirkungen, vor allem auf die Magenschleimhäute, sind nicht zu unterschätzen. Beim kürzlich in Sinsheim abgehaltenen Schärfe-Wettessen etwa mussten die Teilnehmer vor ihrem Antritt eine Erklärung unterschreiben, die den Veranstalter von jeglicher Verantwortung für eventuelle gesundheitliche Schäden entband.

Ganz auf scharfes Essen verzichten müssen Sie deswegen natürlich nicht, aber von Chili-Soßen, die Namen wie "Death" oder "Suicide" tragen, sollten Sie eher die Finger lassen. Diese sind jedoch im normalen Supermarkt auch gar nicht erhältlich, sondern nur über Versandläden im Internet zu bestellen.

San Nak Ji

Ein anderes sehr gefährliches Gericht wird in Korea gegessen. San Nak Ji (auch Sannakji) ist eine Delikatesse, bestehend aus einer kleinen, noch lebend servierten Krake, die erst kurz vor dem Verzehr in Stücke gehackt oder manchmal sogar im Ganzen serviert wird. Die Gefahr besteht darin, dass man beim Essen ersticken kann, denn die Saugnäpfe des Kraken können sich in Mund und Rachen festsaugen. Anfängern wird daher empfohlen, ganz besonders gut zu kauen.