(smb) - Wenn es draußen kalt wird und die besinnliche Zeit beginnt, gibt es oft nichts Besseres als eine heiße Tasse Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt. Doch hier hat man nun die Qual der Wahl: Neben Glühwein und Punsch haben auch andere Wintergetränke wie Glögg und Feuerzangenbowle Einzug gehalten. Wo die Unterschiede liegen und was Sie selbst bei der Zubereitung beachten sollten, erfahren Sie hier.

Selbst Glühwein, der Klassiker unter den berauschenden Heißgetränken, kann ganz unterschiedlich zubereitet werden. Die Grundlage variiert je nach Geschmack und ist ländertypisch verschieden. In Deutschland wird Glühwein überwiegend mit Rotwein zubereitet, in Norditalien dominiert Weißwein als Grundlage, und aus Hessen und Unterfranken stammt die Variante mit Apfelwein. Hinzu kommen Zucker und verschiedene Gewürze wie Zimt, Gewürznelken und Zitronenschale. Wenn Sie Ihren Glühwein selbst zubereiten wollen, sollten Sie ihn nie über 80 Grad erhitzen, da sonst der Alkohol verdampft und die Gewürze ihren Geschmack verändern.

Punsch stammt ursprünglich aus Indien und wurde von englischen Seefahrern nach Europa gebracht. "Punsch" kommt vom Hindi-Wort "panc" und bedeutet "fünf", womit die fünf traditionellen Zutaten Arrack, Zucker, Zitrone, Wasser und Gewürze gemeint sind. Arrack, ein Branntwein aus Reis und Palmwein, wird heute oft durch Rum oder Wein ersetzt. Wenn Sie sich selbst an dem indischen Heißgetränk versuche wollen, sollten Sie wie beim Glühwein darauf achten, das Getränk nicht kochen zu lassen. Auch die Verwendung von unbehandelten Zitronen ist zu empfehlen, da oft Zitronenschalen oder ganze Zitronenscheiben in den Punsch kommen.

Eine bekannte Punschvariante ist die Feuerzangenbowle, die durch den gleichnamigen Film aus dem Jahre 1944 Kultstatus erlangte. Benannt ist sie nach der Zange über dem Getränk, auf die brennender Zucker gelegt wird, der in Rum getränkt wird und karamellisiert in die Bowle tropft. Die Grundlagen der Feuerzangenbowle sind trockener Rotwein, Gewürznelken, Zimtstangen, Sternanis sowie Zitronen- und Orangenschalen. Für die Zubereitung zu Hause gibt es komplette Sets im Handel. Damit der Zucker auch gut karamellisiert, sollten Sie Rum mit hohem Alkoholgehalt verwenden.

Glögg, eine skandinavische Variante des Glühweins, wird aus Rotwein und Korn oder Wodka und Gewürzen wie Zimt, Ingwer und Nelken zubereitet. Für den leckeren Biss zwischendurch sorgen Rosinen und Mandeln, die zusätzlich in den Glögg gegeben werden können. Traditionell trinkt man Glögg in der Adventszeit und besonders zum Luciafest am 13. Dezember. Besonders lecker dazu sind schwedische Safran-Hefebrötchen, die so genannten "Lussekatter".