Ob allein oder zu zweit: Sex macht Spaß und entspannt. Doch das ist nach Ansicht von Wissenschaftlern längst nicht alles: Geschlechtsverkehr ist auch gesund - und zwar in vielerlei Hinsicht.

Sex stärkt Herz und Fitness

Regelmäßige Schäferstündchen stärken unser Herz. Dies berichtet der Sexualwissenschaftler Kurt Seikowski im Gespräch mit "Focus Online". Denn Geschlechtsverkehr wirke wie moderater Ausdauersport und dieser gelte als die gesündeste Form des Trainings. Das Liebesspiel habe demnach nicht nur auf unser Herz einen positiven Einfluss, sondern auch auf die allgemeine Fitness: 25 Minuten Sex seien genauso wirkungsvoll wie eine Stunde Joggen, so Seikowski. Nur wenn gravierende Vorerkrankungen des Herzens sowie starke sexuelle Reize zusammenkommen, könne das Liebesspiel dem Herzen schaden.

Sex lindert Schmerzen

Die Glückshormone, die während des Orgasmus ausgeschüttet werden, wirken wie körpereigene Opiate und somit schmerzstillend. Wer ein erfülltes Liebesleben hat, ist für diverse Zipperlein unempfindlicher. Zudem werden durch den Geschlechtsakt Verspannungen gelöst, die die häufigste Ursache für Nacken- und Rückenschmerzen sind. Auch Kopfschmerzen und Migräne sollen laut einer amerikanischen Studie durch Sex gelindert werden.

Sex beschert ein längeres Leben

Menschen in einer Partnerschaft werden im Schnitt etwa zehn Jahre älter als Singles, so "Focus Online". Zudem sollen Männer, die mehr als zweimal wöchentlich einen Orgasmus haben, länger leben als jene, die weniger als einmal pro Monat einen Höhepunkt erleben. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass häufige Ejakulationen in jungen Jahren das Risiko senken, im Alter an Prostatakrebs zu erkranken.

Sex fördert das Immunsystem

Regelmäßiger Geschlechtsverkehr stärkt unsere Abwehrkräfte. Während des Küssens und des Sexualaktes werden Körperflüssigkeiten ausgetauscht, die zahlreiche Mikroorganismen enthalten. Das klingt zunächst gesundheitsschädlich, ist es aber nicht. Zellen, die für die Immunabwehr verantwortlich sind, werden dadurch vermehrt produziert. Darüber hinaus spielt auch die psychische Befriedigung eine wichtige Rolle: Wer entspannt und ausgeglichen durchs Leben geht, hat bessere Chancen, Krankheitserreger abzuwehren. (sist)