Das Spam-Aufkommen stieg im ersten Halbjahr 2018 auf eine Milliarde Mails pro Woche. Neu dabei ist der sogenannte Kalender-Spam. GMX und WEB.de integrieren nun einen Funktion zum Schutz gegen die unerwünschten Termin-Einladungen.

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Die beiden größten deutschen E-Mail-Anbieter GMX und WEB.DE haben im ersten Halbjahr 2018 durchschnittlich eine Milliarde Spam-Mails pro Woche erkannt und in die Spam-Ordner der Nutzer ausgefiltert.

Das ist ein Anstieg um rund 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei ist eine neue Art von Spam auf dem Vormarsch: gefälschte Termineinladungen, die gleichzeitig im Posteingang und im Kalender landen.

Um ihre Nutzer zu schützen, bieten GMX und WEB.DE Ihnen jetzt die Möglichkeit, Kalender-Spam mit einem Klick zu entfernen.

Das Perfide an der neuen Spam-Methode: Statt wie bei herkömmlichem Spam lediglich eine ungewünschte E-Mail zu erhalten, werden bei Kalender-Spam ungewünschte Termine versendet.

Diese können gleich mehrfach stören: Erstmalig, wenn eine Termineinladung per E-Mail im Postfach landet, danach als Eintrag im Kalender und nochmals, wenn in dem Termin auch eine Erinnerungsfunktion enthalten ist.

"Aktuell hat Kalender-Spam bereits einen Anteil von sieben Prozent aller digitalen Termineinladungen – Tendenz steigend. Wenn beispielsweise zu besonderen 'Rabatt'-Aktionen eingeladen wird oder der Absender unbekannt ist, sollten Anwender skeptisch sein", sagt Jan Oetjen, Geschäftsführer von GMX und WEB.DE.

Inhaltlich gibt es zum klassischen Spam keine Unterschiede: Internet-Kriminelle verbreiten mit gefälschten Terminen Schadsoftware, Links zu Phishing-Seiten oder ungewünschte Werbung.

Gefälschte Termine: GMX und WEB.DE warnen vor neuer Spam-Methode.

GMX und WEB.DE bieten Schutz gegen Kalender-Spam

Die meisten unerwünschten E-Mails werden von den E-Mail-Anbietern direkt in die Spam-Ordner der Nutzer sortiert. Wenn doch einmal eine Spam-Mail durch den Filter rutscht, kann der Nutzer sie einfach als Spam markieren oder löschen ­– und schon ist er das Problem los.

Bei Kalender-Spam ist das nicht so einfach. Auf der Hand liegt, dass man den Termin auf keinen Fall annehmen oder bestätigen sollte. Doch auch eine Absage ist eine schlechte Idee.

Damit erreicht man zwar, dass der Kalendereintrag verschwindet. Aber der Versender erhält die Information, dass der Spam-Termin beim Empfänger angekommen ist und die mit dem Kalender verbundene E-Mail-Adresse tatsächlich benutzt wird. Die Wahrscheinlichkeit erhöht sich damit, dass nun häufiger Spam an die Adresse versendet wird.

Um ihre Nutzer zu schützen, haben GMX und WEB.DE jetzt eine Funktion in ihre Kalender integriert, um Kalender-Spam mit nur einem Klick zu entfernen.

Die neue Schutzfunktion gegen Kalender-Spam wird in den kommenden Tagen für alle Nutzer freigeschaltet.

Wer einen gefälschten Termin erhält, muss diesen lediglich als "Spam" markieren. Der ungewollte Eintrag verschwindet dann sofort, ohne dass der Absender eine Information darüber erhält.