Arzttermine vereinbaren, Winterschuhe für die Kinder kaufen oder ein Kostüm für die nächste Schulaufführung nähen: All diese Dinge bleiben oft an Frauen hängen. Wie man die Arbeit in einer Partnerschaft besser verteilt, erfahren Sie hier.

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Im familiären Alltag fallen viele Dinge an: Von Steuererklärungen über Termeinvereinbarungen für die Kinder. Diese kleinen Aufgaben werden meistens von Frauen erledigt, weiß Psychologin und Autorin Patricia Cammarata. Mit einfachen Tricks können Paare für eine gerechtere Verteilung sorgen.

Zum einen ist es gut, alle Dinge auf einer To-do-Liste sichtbar zu machen. Die Paare sollten sich einfach zusammensetzten und aufschreiben, was im Familienalltag alles anfällt.

Im zweiten Schritt ordnet man zu: Wer denkt immer dran? Wer setzt es um und wie häufig? "Die erste Frage ist die wichtigste, denn wer initiiert, übernimmt die volle Verantwortung", erklärt die Expertin in der Zeitschrift "Eltern" (Ausgabe 10/2020). Diese unsichtbaren Aufgaben dokumentiert zu sehen, könne für Paare augenöffnend sein, so Cammarata.

Haushaltsaufgaben: Verteilung muss nicht 50:50 sein

Im dritten Schritt geht es ums gerechte Verteilen, das Ziel muss aber nicht 50:50 sein: "Studien zeigen, dass die Partner am zufriedensten sind, die ihrem Ideal von einer guten Aufteilung am nächsten kommen. Wenn also beide damit zufrieden sind, kann auch 70:30 oder 60:40 'gerecht' sein."

Damit die Aufteilung langfristig funktioniert, sollten ein paar Dinge beachtet werden. Jeder, der eine Aufgabe übernimmt, darf seine eigene Lösung entwickeln. Über Mindeststandards darf diskutieren werden, aber dann muss man es laufen lassen.

Das bedeutet konkret: Interpretiert der Partner die Aufgabe "Baby ins Bett bringen" anders, sollte man ihn einfach machen lassen. Vielleicht findet das Baby die neue Methode großartig und schläft schneller ein. (spo/dpa)

Frauen mit Kindern verdienen deutlich weniger Geld

Kinderlose Frauen verdienen deutlich mehr Geld als Mütter. Das zeigen Zahlen aus einer aktuellen Bertelsmann-Studie. Der Effekt verstärkt sich demnach noch, wenn man mehr als ein Kind hat.