Eklige Schneidebretter, fleckiges Geschirr und muffige Wäsche: Im Haushalt läuft nicht immer alles glatt. Doch meist sind wir selbst schuld, denn mit diesen leicht vermeidbaren Haushaltssünden machen wir uns das Leben schwer.

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Auch wenn wir es besser wissen sollten: Diese Haushaltssünden haben wir alle schon einmal begangen. Doch sie lassen sich leicht vermeiden.

Spülmaschine nur im Eco-Programm laufen lassen

Dreckiges Geschirr von Hand abwaschen kostet Zeit und Überwindung, doch zum Glück gibt es die Spülmaschine. Und auch wenn der Küchenhelfer recht pflegeleicht ist, einen Fehler begehen viele Anwender: Sie spülen grundsätzlich im Eco- oder Sparmodus der Maschine.

Das Geschirr wird zwar auch mit weniger Wasser und geringerer Temperatur sauber, allerdings bilden sich so auch schneller Ablagerungen in Filtern und Schläuchen. Deswegen raten Experten, die Maschine etwa alle vier Wochen einmal mit 60 Grad oder mehr laufen zu lassen.

Durch die Hitze lösen sich etwaige Anhaftungen wieder und der Geschirrspüler läuft länger einwandfrei. In diesem Zuge lohnt es sich auch, einmal die Dichtungen zu prüfen und zu reinigen. So haben Schimmel und Muff keine Chance.

Schneidebretter zu lange nutzen

Schneide- und Küchenbretter sind Gebrauchsgegenstände. Sie nutzen sich durch die Verwendung ab. Durch das Schneiden mit dem Messer wird die Oberfläche des Brettes beschädigt. In den Furchen können sich Speisereste festsetzen, die sich auch durch Schrubben nicht mehr entfernen lassen.

Bei häufiger Nutzung ist so nach rund einem Jahr ein neues Brett nötig, wobei es auch auf das verwendete Material ankommt: Dabei halten Holzbretter in der Regel länger als Plastikbretter.

Das Naturprodukt kann abgeschliffen werden, so verschwinden die Furchen, in denen sich Speisereste sammeln können. Anschließend wird das Holz mit Speiseöl oder einem lebensmittelgeeigneten Fachprodukt versiegelt.

Als Faustregel für alle Bretter gilt: Weist die Unterlage viele tiefe Furchen auf oder kommt es zu Verfärbungen, ist das ein guter Indikator für einen baldigen Austausch.

Zahnbürste zu lange nutzen

Richtig Zähneputzen lernen Kinder heute bereits in frühen Jahren. Doch wie lange eine Zahnbürste bis zum Wechsel benutzt werden darf, ist kaum ein Thema.

Zahnärzte raten, die Bürste im Schnitt alle drei Monate zu wechseln. Sollten Beschädigungen, beispielsweise umgebogene Borsten, zu erkennen sein, ist ein Austausch auch schon vor Ablauf dieser Frist empfehlenswert.

Das gilt natürlich auch für Wechselköpfe elektronischer Zahnbürsten.

Mit diesen Produkten machen selbst kleine Veränderungen einen großen Unterschied.

Schwämme zu selten wechseln

Schwämme und Schwammtücher gehören in jeden guten Haushalt. Doch die Putzhilfen sind Verbrauchsgegenstände, die regelmäßig gewechselt werden sollten.

Experten raten, Spülschwämme etwa alle ein bis zwei Wochen auszutauschen. Denn selbst wenn ein Schwamm sauber aussieht, können sich noch viele Keime in ihm befinden. Damit verteilt man mehr Dreck in der Wohnung oder auf dem Geschirr, als man entfernt.

Vor allem nach dem Säubern der Toilette gilt: Den Putzschwamm einfach entsorgen.

Waschmaschine nach dem Waschen sofort wieder schließen

Viele lieben den Geruch von frisch gewaschener Wäsche. Doch mit zunehmendem Alter der Waschmaschine kommt die Kleidung oft muffig aus der Trommel. Das liegt an diesem Fehler, den wir alle machen: Die Maschine wird zu schnell geschlossen.

Stattdessen sollte die Tür nach dem Waschgang offen bleiben, so kann die Trommel besser trocknen und es entsteht kein unangenehmer Geruch. Zudem lohnt es sich, den Dichtring der Tür regelmäßig zu säubern. Hier bleiben oft Rückstände zurück, die ebenfalls anfangen zu stinken.

Zudem sollte man die Waschmittelschublade geöffnet auslüften lassen und eingetrocknetes Waschpulver regelmäßig mit einer Zahnbürste entfernen. Denn auch hier kann sich durch die Ablagerungen schlechter Geruch bilden.

Kühlschrank zu selten abtauen

Wer die Leistung seines Kühlschranks auf Dauer erhalten und im gleichen Atemzug seine Stromrechnung reduzieren will, sollte ihn regelmäßig abtauen. Durch die Eisschicht verliert das Gefrierfach an Kühlleistung und der Kühlschrank muss mehr Energie aufwenden, was sich auf die Stromkosten niederschlägt.

Am besten lässt sich der Kühlschrank im Winter abtauen. Lebensmittel können dann bei niedrigen Temperaturen auch im Freien gelagert werden. Danach wird der Kühlschrank einfach ausgeschaltet und die Türe offen gelassen. So beginnt das Eis zu schmelzen. Das auftretende Wasser fängt man am besten mit einem Küchentuch auf.

Ein Tipp: Um den nächsten Eispanzer zu verhindern, kann es helfen, die Innenseiten des Kühlschranks leicht mit Öl einzureiben oder mit Backpapier auszukleiden. Zudem sollten Lebensmittel zuerst außerhalb des Kühlschranks auskühlen, bevor sie eingefroren werden.

Staubsauger immer auf voller Leistung laufen lassen

Staub ist ein lästiges Übel in der Wohnung, doch zum Glück gibt es den Staubsauger. Doch auch wenn die Maschinen inzwischen ordentlich Leistung haben, müssen Anwender diese nicht immer voll abrufen: Es kommt nämlich auf den Bodenbelag an.

So liefert die Maximalleistung beispielsweise bei Parkett oder Laminat kein besseres Putzergebnis. Wird bei solchen Belägen die Wattzahl reduziert, geht auch der Stromverbrauch des Geräts zurück.

Oft lässt sich mangelnde Saugleistung und ein unbefriedigendes Putzergebnis auch auf ein ganz einfaches Problem zurückführen: Der Beutel könnte voll sein. Deswegen überprüfen Sie das Gerät regelmäßig und ersetzen Sie die entsprechenden Teile.

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Diese Lebensmittel gehören nicht in den Kühlschrank

Ob nun Zwiebeln, Tomaten oder Honig: Einige Lebensmittel werden vermehrt in Kühlschränken gelagert. Viele Produkte mögen die Kälte allerdings gar nicht und verlieren dadurch sogar Geschmack und ihre Qualität.