Tomaten schmecken roh, lassen sich aber auch gut zu Suppen und Saucen verarbeiten. Noch dazu ist das Fruchtgemüse äußerst gesund: Es enthält reichlich Vitamin C, Kalium, Ballaststoffe und viele weitere gute Inhaltsstoffe. Doch wussten Sie, dass man grüne, unreife Tomaten nicht essen darf? Wir verraten Ihnen warum.

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Unreife Tomaten enthalten Solanin. Laut dem Deutschen Grünen Kreuz (DGK) wurden in noch grünen Tomaten Konzentrationen von neun bis 32 Milligramm des Giftes pro 100 Gramm Tomate gemessen. Diese Werte liegen oberhalb der toxischen Grenze und sind damit gesundheitsschädlich.

Typische Vergiftungserscheinungen

Vergiftungserscheinungen treten ab einer Dosis von einem Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht auf. Sie äußern sich als Kopf-, Hals- und Magenschmerzen sowie Übelkeit und Erbrechen. In größeren Mengen aufgenommen, kann Solanin auch zu Benommenheit, Atembeschwerden und Schädigungen des zentralen Nervensystems führen.

Die Aufnahme von Solanin kann für Menschen sogar tödlich sein. Insbesondere für Kinder besteht aufgrund ihres geringen Körpergewichts ein erhöhtes Risiko. Die tödliche Dosis liegt zwischen drei und sechs Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.

Bei Erwachsenen ist bisher kein Todesfall aufgrund einer Solanin-Vergiftung bekannt. Bis die ersten Symptome nach dem Verzehr solaninhaltiger Nahrungsmittel auftreten, dauert es in der Regel vier bis 19 Stunden. Allerdings kommen Solanin-Vergiftungen selten vor.

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Auch im Stilansatz von Tomaten ist Solanin

Nicht nur in unreifen Früchten steckt Solanin, sondern auch im Stielansatz. Diesen sollten Sie daher auch aus reifen Tomaten herausschneiden.

Auch der Verzehr von Konfitüre aus grünen Tomaten sollte möglichst vermieten werden. Zwar ergibt sich durch die Zugabe von Zucker und dem Schälen der Tomaten ein akzeptabler Solaninwert für geringe Portionsmengen. Ein regelmäßiger Konsum großer Mengen ist jedoch nicht ratsam.

Essen sollten sie auch keine süß-sauer eingelegten grüne Tomaten. Diese enthalten nämlich noch etwa 90 Prozent des Ausgangswertes an Solanin.

Rat für Hobbygärtner: Tomaten nachreifen lassen

Wegwerfen müssen Sie unreife Tomaten übrigens nicht: Sie können Sie in Zeitungspapier eingewickelt nachreifen lassen. Dazu brauchen die Früchte einen möglichst warmen Raum, idealerweise mit 18 bis 20 Grad.

Nach wenigen Tagen sollten sich die Tomaten rot verfärbt haben. Beschleunigen lässt sich das Nachreifen durch einen dazu gelegten Apfel: Äpfel sondern ein Reifegas aus, das den Vorgang unterstützt.

Grünfleischige Tomaten sind nicht giftig

Nicht zu verwechseln sind unreife, grüne Tomaten übrigens mit grünfleischigen Tomaten etwa der Sorten "Evergreen“, "Green Zebra“ oder "Green Grape“, die auch im reifen Zustand grün oder grünlich bleiben. Diese sind - so fertig gereift - natürlich nicht giftig und können ohne Bedenken verzehrt werden.

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Verwendete Quellen:

  • Bzfe.de: Tomaten: Verbraucherschutz
  • Dgk.de