Gemüseschälen frisst Zeit. Trotzdem tun es viele - etwa aus Angst vor Pestiziden. Aber ist das wirklich nötig? Eine Expertin gibt Rat.

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Gurken sind ein erfrischender, gesunder Snack für zwischendurch. Aus Angst vor Pestiziden schälen viele ihre Gurken, bevor sie sie verzehren. Diese Sorge sei allerdings unbegründet, versichert Gabriele Kaufmann vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): "Ware, die Sie im Handel kaufen können, ist streng kontrolliert und geprüft. Es gibt für mögliche Rückstände vorgeschriebene Grenzwerte, die eingehalten werden müssen."

So zeigte entsprechend der Monitoring-Report 2020 von QS (Qualität und Sicherheit GmbH) und dem Deutsche Fruchthandelsverband e.V. (DFHV): Im Zuge von 25.000 Untersuchungen stellten die Prüfer einen gewissenhaften Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bei Obst und Gemüse aus Deutschland und dem Rest der EU fest.

Obst und Gemüse gründlich waschen

Dennoch haben besonders Eltern von kleinen Kindern oft ein besseres Gefühl, wenn sie die Schale entfernen: "Wer möchte, greift am besten auf Bio-Gurken aus der Region zurück, hier kommt es zu nahezu keinen Beanstandungen."

Genauso wichtig findet Kaufmann allerdings: "Viele sorgen sich um Pestizide, kümmern sich aber weniger um grundlegende Regeln der Küchenhygiene und wechseln beispielsweise das Küchenhandtuch zu selten."

Auch rät sie, Gemüse und Obst vor dem Verzehr immer gründlich zu waschen und mit einem sauberen Handtuch abzureiben. Dann kann man die Schale mitessen, die viel Gutes enthält: "In den verzehrbaren Schalen von Obst und Gemüse stecken häufig besonders viele Vitamine und Nährstoffe."

Gurkenschale verträglicher machen: So geht's

Viele schälen ihre Gurken oder Paprikas aber gar nicht aus Sorge vor Pestiziden, sondern weil sie die Schale schlichtweg nicht vertragen. Hier gibt es allerdings ein paar Tricks:

  • Mit verdauungsfördernden Gewürzen wie Kümmel oder Fenchelsamen im Dressing wird die Gurkenschale besser verdaulich, rät Kaufmann.
  • Ein weiteres Mittel sei Senf, etwa für das Salatdressing, lautet die Empfehlung des Provinzialverbands Rheinischer Obst- und Gemüsebauer.

So bleibt die Gurke länger frisch

Wer nicht gleich die ganze Gurke benötigt, sollte die Schnittfläche eines angeschnittenen Exemplars mit Frischhaltefolie abdecken und es im Kühlschrank aufbewahren, heißt es vom Verband der Gemüsebauer. Für kleine Haushalte sei es ratsam, sogenannte "Minigurken" zu kaufen. Sie seien deutlich kleiner als die bekannten Salatgurken und etwas intensiver im Geschmack. (af)

Verwendete Quellen:

  • Bundeszentrum für Ernährung
  • dpa
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