Herbst-Zeit ist Kürbis-Zeit. Viele verschiedene Sachen lassen sich mit dem "Fruchtgemüse" anstellen – und das ist nicht nur lecker, sondern auch noch gesund. Lesen Sie hier, was Sie über Kürbis wissen sollten.

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Im Herbst wartet er mit schaurig-schönem Gesicht vor Haustüren. Auch auf dem Teller macht sich Kürbis wunderbar, liefert er doch wichtige Nährstoffe. Aber bei welcher Sorte kann man eigentlich die Schale mitessen? Was macht man mit den Kernen und was müssen Sie beim Schnitzen beachten?

Kürbis bezeichnet man auch als "Fruchtgemüse", denn aus botanischer Sicht gehört er zum Obst, da er aus der Blüte einer bestäubten Pflanze entsteht, eben genau wie eine Frucht. Laut der Lebensmitteldefinition zählt er aber zum Gemüse, denn er wird nur einjährig kultiviert.

Insgesamt gibt es mehr als 800 Kürbissorten, von denen einige aufgrund giftiger Inhaltsstoffe nur als Zierkürbis dienen. In heimischen Gärten und auf Märkten gibt es nur eine kleine Auswahl an Sorten. Man unterscheidet zwischen Gartenkürbissen – dazu gehört übrigens auch die Zucchini – , Moschuskürbissen und Riesenkürbissen.

Bei welchem Kürbis kann man die Schale mitessen?

Am bekanntesten dürfte der leuchtend orange Hokkaido-Kürbis sein, dessen Schale so dünn ist, dass man ihn vor dem Garen nicht schälen muss. Aber auch der hellgelbe birnenförmige Butternut mit seinem buttrigen Geschmack ist beliebt. Seine Schale ist dicker, daher ist es besser, sie zu entfernen – zumindest, wenn er nur kurz gegart wird.

Der kleine Patisson, dessen Form einem UFO ähnelt, kann seine Schale beim Garen behalten. Den Muskatkürbis, der ein stattliches Gewicht von bis zu 40 Kilo erreichen kann, schälen Sie besser, wenn Sie eine lange Garzeiten vermeiden möchten.

Grundsätzlich können Sie die Schale von Speisekürbissen essen, jedoch braucht sie je nach Dicke deutlich mehr Garzeit als das Fruchtfleisch.

Darum ist Kürbis gut für die Gesundheit: Gesunde Inhaltsstoffe des Kürbis

Kürbisse sind reich an Carotinoiden, das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die die Immunfunktion verbessern. Für die leuchtend rote Farbe von Kürbissen sorgt Beta-Carotin, das im Körper zu Vitamin A umgewandelt werden kann. Es wirkt entzündungshemmend und schützt die Haut vor UV-Strahlen. Alpha-Carotin hemmt das Tumorwachstum und verlangsamt die Zellalterung.

Kürbisse enthalten Vitamin B1, B2 und B4 sowie Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium, Eisen und Kalium. Zudem sind sie meistens kalorienarm. In 100 Gramm frisch gegartem Kürbis sind 27 kcal, 0 Gramm Fett, 5 Gramm Kohlenhydrate, 1 Gramm Eiweiß, 1 Gramm Ballaststoffe und 92 Gramm Wasser enthalten.

Statt der altbekannten Kürbissuppe lassen sich unter der Anleitung vielfältiger, leckerer Rezepte auch Kürbisbrot, Kürbiskuchen, Bratlinge, Brotaufstriche, Salat, Kürbisrisotto und gerösteter Kürbis im Ofen zubereiten.

Was kann man mit Kürbiskernen machen?

Kürbiskerne sind ebenfalls gesundheitsfördernd, denn sie enthalten wertvolles Magnesium, das für stabile Zähne und Knochen sorgt. Sie unterstützen die körpereigenen Abwehrkräfte, haben eine positive Wirkung bei Prostataleiden sowie Blasenproblemen und bei einem täglichen Verzehr von 5 bis 10 Gramm wirken sie auch der Bildung von Nierensteinen entgegen.

100 Gramm Kürbiskerne enthalten 30 Gramm Eiweiß, 11 Gramm Kohlenhydrate, 49 Gramm Fett, wobei 21 Gramm davon gesunde, mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind.

Wenn Sie die Kerne des Kürbis verwerten möchten, lösen Sie sie aus dem Fleisch und waschen Sie in einer großen Schüssel mit Wasser die restlichen Kürbisfasern ab. Dann legen Sie die Kerne auf ein Tuch und entfernen die letzten Fasern durch Rubbeln. Kürbiskerne lassen sich mit und ohne Schale, getrocknet, geröstet oder frisch verzehren.

Um sie für Gebäck oder Salate zu verwenden, müssen die Kerne geschält werden. Einfach kurz in einer Pfanne ohne Fett anrösten und dann an der dicksten Stelle an der Seite mit einer Schere zirka 1 bis 2 mm aufschneiden. An der eingeschnittenen Stelle kann die Schale mit den Fingernägeln aufgebrochen und der Kern herausgelöst werden.

Gesundheitsförderndes Kürbiskernöl

Kürbiskernöl, das Sie in Supermärkten, Reformhäusern und Bio-Läden finden, enthält wertvolle Fettsäuren, wie die Linolsäure. Diese lebenswichtige, zweifach ungesättigte Omega-6-Fettsäure sowie Vitamin E stärken das Herz-Kreislauf-System und senken den Cholesterinspiegel.

Gewonnen wird das Öl aus den gerösteten Kernen des Ölkürbis. Da es schnell ranzig wird, sollten Sie es im Kühlschrank aufbewahren.

Kürbis als Herbst-Dekoration

Zum Kürbis-Schnitzen eignen sich vor allem große Sorten, denn da lässt sich das Fruchtfleisch besser lösen und die Schale einfacher bearbeiten. Sie benötigen dafür in jedem Fall scharfe Messer: ein großes für den Deckel und kleineres Küchenmesser für das Gesicht.

Beim Herausschneiden des Deckels sollten Sie darauf achten, dass Sie das Messer schräg in Richtung Mitte ansetzen. So kann der Deckel später nicht nach innen rutschen. Den Kürbisstiel lassen Sie dran, er dient anschließend als Griff.

Sie mögen den Herbst nicht, weil es da immer nass, dunkel und kalt wird? Dann halten Sie sich fest, mit diesen Deko-Tipps wird der Herbst zur schönsten Jahreszeit.

Mit einem großen Löffel höhlen Sie das Innere des Kürbis aus, sodass ein Rand von zirka zwei Zentimetern bestehen bleibt. Mit einem wasserlöslichen Stift malen Sie das Gesicht auf den Kürbis und schneiden anschließend mit einem kleinen Küchenmesser die Stückchen entlang der Linien aus.

Reiben Sie die Schnittflächen mit einem Tuch trocken. Am bestern stellen Sie den Kürbis an einen kühlen und trockenen Platz, sodass sich kein Schimmel bilden kann. Fertig ist der Herbst-Kürbis!

Verwendete Quellen:

  • Gartenlexikon: Kürbissorten – Übersicht beliebter Kürbisarten
  • Nährwertrechner: Kürbis frisch gegart
  • Deborah Weinbuch: Kerngesund – Inhaltsstoffe, Wirkung & Anwendung von Pflanzenkernen und Samen
  • Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen: Rund um den Kürbis

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