Kürbiskerne machen gute Laune. Doch die kleinen Vitaminbomben können noch mehr: Sie sind gut für die Gesundheit. Aber nicht alle Kürbiskerne sind genießbar - einige sind sogar giftig.

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Einerseits sind Kürbiskerne sehr gesund, andererseits sind sie ein leckerer Snack, wenn man abnehmen will und sich an eine Low-Carb-Ernährung hält. Zwar haben 100 Gramm Kürbiskerne etwa 560 Kalorien, doch die gesunden Fette, die Proteine von besonders hoher biologischer Wertigkeit und die Dichte an Nährstoffen machen sie zu einer guten Alternative zu Chips und Salzstangen.

Was enthalten Kürbiskerne?

Die kleinen essbaren Samen des Kürbisses sind reich an Nährstoffen, die unter anderem wichtig für Immunsystem sind. Die enthaltenen Phytohormone sollen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Auch sind Kürbiskerne reich an Vitamin E, Vitamin B1, B2, B6, Vitamin C und Vitamin D. Obendrein beinhalten die dunkelgrünen Kerne Magnesium, Eisen, Zink, Selen und Phosphor. Ungesättigte Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, Beta-Carotin und wichtige Enzyme finden sich ebenfalls in den Kürbiskernen.

Die enthaltene Aminosäure Tryptophan wirkt sich positiv auf die Stimmung aus, da sie die Produktion von Serotonin fördern. Phytosterole können den Cholesterinspiegel senken und Prostata- und Blasenbeschwerden entgegenwirken.

Verschiedene Formen der Kürbiskerne

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Kürbiskerne gibt es zum Knabbern, in Form von Pulver oder auch als Kürbiskernextrakt in Kapseln. Letzteres wird oft als natürlicher Wirkstoff gegen Prostatabeschwerden empfohlen, sollte jedoch nur nach Rücksprache mit dem Arzt als Kur angewendet werden.

Kürbiskern-Snack selber machen

Wer zu Halloween oder beim Kochen einer Suppe einen Kürbis aushöhlt, der sollte die Kerne nicht wegschmeißen, sondern lieber weiterverarbeiten. Geröstet sind die Kürbiskerne eine feine Knabberei - und die können Sie sogar selber machen.

Trocknen Sie die vom Fruchtfleisch gesäuberten Kürbiskerne mit der Schale in der Sonne oder im Backofen. Anschließend lässt sich die Schale leichter öffnen. Für einen leckeren Snack können Sie die grünen Samen anschließend rösten und mit Salz, Chili oder Gewürzen geschmacklich verfeinern. Allerdings sollte die dünne Außenhaut der Kerne beim Anrösten nicht zu dunkel werden.

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Kürbiskerne: Was man beachten sollte

Wer von nun an nicht mehr auf die Wirkung von Kürbiskernen verzichten will, sollte dennoch ein paar Dinge beachten, beispielsweise wie viele Kürbiskerne am Tag verzehrt werden dürfen und ab welchem Alter die Powerpakete überhaupt verträglich sind:

  • Die empfohlene Tagesration Kürbiskerne liegt bei zwei bis drei Esslöffeln, also etwa 30 Gramm, die über den Tag verteilt gegessen werden können. Eine Überdosierung in dem Sinn gibt es nicht, allerdings sollte bei der Einnahme von Kürbiskernextrakt auf die Verzehrempfehlung geachtet werden.
  • Babys und Kleinkinder sollten nicht zu früh Kürbiskerne und andere Samen essen, da sie im Ganzen verschluckt werden könnten. Ab wann Kinder die Samen bedenkenlos verzehren können, hängt vom individuellen Essverhalten ab.
  • Manchmal können Blähungen oder Verstopfung durch Kürbiskerne auftreten, beispielsweise bei Menschen, die unter dem Reizdarmsyndrom leiden.
  • Kürbiskerne ohne Schale sollten an einem trockenen, dunklen und kühlen Platz aufbewahrt werden. Durch den hohen Ölgehalt können die Kerne nach einer Weile ranzig werden, deshalb empfiehlt sich der Verbrauch innerhalb von drei bis vier Monaten.
  • Vorsicht: Kürbiskerne können giftig sein! Gewisse Zierkürbisarten sind nicht zum Verzehr geeignet, da sie Cucurbitacin enthalten. Deren Kerne sind dementsprechend auch ungenießbar. Die Kürbiskerne von herkömmlichen Kürbissorten wie Hokkaido sind hingegen unbedenklich.

Sonnenblumen- oder Kürbiskerne?

Oft stellt sich beim Einkauf die Frage: Sind Sonnenblumen- oder Kürbiskerne gesünder? Die einfache Antwort: Beides ist gesund, reich an Vitamin E und sollte am besten gemeinsam auf dem täglichen Speiseplan landen. Kürbiskerne liefern jedoch etwas mehr Proteine und sind fettärmer als Sonnenblumenkerne.

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