Eine gute Matratze muss nicht viel kosten: Das zeigt der aktuelle Test der Stiftung Warentest. Was die Tester allerdings kritisieren: In einer Hinsicht herrsche geradezu ein "Chaos" auf dem Matratzenmarkt.

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Es klingt eigentlich so einfach. Guter Schlaf ist wichtig - und um gut zu schlafen, braucht es eine gute Matratze. Doch Matratzen sind nicht gerade das, was man ständig austauschen kann und vor allem: wo man die Qualität unmittelbar erkennt.

Dass sich Verbraucher nicht einmal auf die Herstellerangaben der Härtegrade verlassen können, haben jetzt Tests zutage gebracht. Da herrsche "Chaos", schreibt die Stiftung Warentest in ihrer aktuellen Ausgabe ("Test" 11/2020).

Matratzen-Härtegrade sind nicht standardisiert

Der Grund ist so simpel wie eigenartig: Es gibt keine einheitliche Härtekennzeichnung für Matratzen. Handel und Hersteller testen mit unterschiedlichen Skalen.

Der Matratzenverband und die darin organisierten Hersteller sind sich dieses Problems aber bewusst und wollen laut Stiftung Warentest bis 2021 das Chaos mit einer einheitlichen Kennzeichnung der Matratzen-Härtegrade beseitigen. Bis dahin hilft wohl nur eines: Probe liegen.

Nur fünf Matratzen schnitten "gut" ab

14 Federkernmatratzen untersuchten die Warentester aktuell und benoteten in den Kategorien Liegeeigenschaften, Halt­barkeit, Bezug, Gesundheit und Umwelt, Hand­habung sowie Deklaration und Werbung. Der Härtegrad spielte bei der Überprüfung der Liegeeigenschaften keine Rolle. Schließlich sei das auch eine Frage der persönlichen Vorliebe, erklärten die Tester. Nur fünf Produkte erhalten die Note "Gut":

  • Otto: My Home Black Diamond Comfort für 230 Euro - Gesamtnote 2,1
  • Badenia: Irisette Sylt TTFK für 350 Euro: 2,3
  • f.a.n.: Calypso Plus 1.000 T für 500 Euro: 2,5
  • Rummel: Sensoflex 600 für 1.000 Euro: 2,5
  • Selecta Value: TF5 für 480 Euro: 2,5.

Am schlechtesten mit der Gesamtnote 4,4 schnitt die Taschenfederkern-Matratze "Sensitiv TFK 2600" von Möbel Höffner ab (Kosten: 450 Euro). Der Testsieger, die "My Home Black Diamond" von Otto (230 Euro) ist nach den Messungen der Stiftung Warentest übrigens eine weiche Matratze. Otto hatte sie mit dem Härtegrad H3 angegeben - also eher mittelweich.

Tipps für den Matratzenkauf

Eine Hilfestellung beim Kauf - egal ob Schaumstoff-, Federkern-, Latex-, oder Matratzen für Boxspringbetten - ist der Online-Überblick der Stiftung Warentest: Verbraucherinnen und Verbraucher finden dort alle seit Oktober 2019 getesteten Matratzen und können sie etwa nach Preis oder Qualitätsurteil sortieren.

Generell empfiehlt die Stiftung Warentest, sich für den Matratzenkauf Zeit zu nehmen und Produkte in verschiedenen Geschäften zu vergleichen. Bei der Härte zähle das Körpergefühl beim Probeliegen und nicht die Angaben der Hersteller.

Auch vermeintliche "Kleinigkeiten" wie praktische Griffe an den Seiten seien beim Kauf nicht außer Acht zu lassen. Zudem sollten die Bezüge waschbar sein, was besonders für Allergiker gilt. (af)

Verwendete Quellen:

  • dpa
  • Stiftung Warentest
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