Der Hersteller Hipp hat bei seinem Bio-Karottensaft gleich zweifach geschummelt: Nicht nur die Flasche ist kleiner, das Produkt ist zusätzlich auch noch teurer geworden. Deswegen hat die Verbraucherzentrale Hamburg das Produkt zur "Mogelpackung des Monats" gekürt.

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Der Bio-Karottensaft von Hipp ist im Handel eigentlich in 500-Milliliter-Glasflaschen erhältlich. Nun hat der Hersteller seinen "100 % Bio Direktsaft Karotte" allerdings in kleinere Behältnisse gepackt. Sie fassen laut der Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH) nur noch 330 Milliliter.

Der Preis für das Produkt ist dabei aber sogar gestiegen. Vorher kostete die 500-Milliliter-Flasche etwa 1,05 Euro, die neue - und deutlich kleinere - hingegen 1,49 Euro. Das entspricht laut der VZHH einer versteckten Preiserhöhung von 115 Prozent. So dreist haben in der fast 15-jährigen Geschichte der "Mogelpackung des Monats" erst wenige Hersteller geschummelt.

"Mogelpackung des Monats": Verbraucher empfanden Flaschen als zu groß

Die Rezeptur des Karottensaftes hat sich dabei kaum verändert. Statt 100 Prozent Karottensaft beinhaltet die Flasche jetzt noch 99 Prozent – und einen Schuss Zitronensaft.

Auch bei dem "100 % Bio Direktsaft Milder Apfel" hat Hipp die Flasche verkleinert und dafür den Preis erhöht. Allerdings beinhaltet das Produkt jetzt naturtrüben Apfelsaft. Dem Hersteller zufolge wird dieser nicht aus Konzentrat gewonnen.

In einer Stellungnahme an die VZHH teilte die Firma Hipp mit, dass sich Verbraucher kleinere Flaschen gewünscht hätten. "Viele Verbraucher haben die Füllmenge von 500 Milliliter für einen Baby- beziehungsweise Kindersaft als zu groß empfunden", heißt es dort. (ff)

Verwendete Quellen:

  • Verbraucherzentrale Hamburg: "Karottensaft von Hipp – gar nicht hip!"
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