29 verschiedene Mineralwässer der Kategorie Medium wurden von Stiftung Warentest untersucht. Ganze vier Produkte konnten mit einer Note von 1,4 überzeugen. Eine Supermarkt-Eigenmarke hingegen schnitt äußerst schlecht ab.

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Stiftung Warentest hat sich eine neue Produktgruppe für einen umfangreichen Test vorgeknöpft: Die Verbraucherorganisation hat sich 29 verschieden Medium-Mineralwässer ausgesucht und genauer unter die Lupe genommen. Bei den Ergebnissen fällt vor allem auf, dass Discounter-Wasser im Schnitt besonders gut abschneidet. Insgesamt wurden die Wasserflaschen von Eigenmarken und Markenherstellern in sechs verschiedenen Kategorien getestet. Die Ergebnisse sind auf der Website von Stiftung Warentest abrufbar (kostenpflichtiger Inhalt).

Zu den sechs Testkategorien zählen "Sensorisches Urteil", "Kritische Stoffe", "Mikrobiologische Qualität", "Ober­irdische Ver­unrei­nigungen", "Ver­packung (u.a. Umweltaspekte, Hand­habung)" und "Deklaration".

Das sind die Testsieger

Ganze vier Produkte teilen sich den ersten Platz mit einer Durchschnittsnote von 1,4 (sehr gut). Dazu gehören "Kaufland K-Classic Medium" aus der Quelle Löningen in Niedersachsen, "Lidl Saskia Jessen Medium" aus der Quelle Jessen in Sachsen-Anhalt und "Penny Medium Quintus Quelle" aus der Quintus-Quelle in Bruchsal (Baden- Württemberg).

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Alle drei werden in 1,5 Liter fassenden Einweg-PET-Flaschen verkauft und kosten 0,18 Euro pro Liter. Ebenfalls mit 1,4 bewertet wurde "Aquintus-Mineralwasser" aus der Quelle in Dinslaken, Nordrhein-Westfalen (PET-Mehrweg-Flasche, 1 Liter). Das Markenprodukt kostet im Vergleich zu den Discounter-Flaschen jedoch bereits 0,40 Euro pro Liter.

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Diese Produkte haben nicht überzeugt

Besonders schlecht schnitten zwei Produkte ab. Nur mit ausreichend (4,3) bewertet wurde zum einen das Wasser von dm "Ivorell Medium" aus der Quelle Belleau in Schwollen (Rheinland-Pfalz). Mit Benzol und Acetaldehyd wurden zwei gesundheitsgefährdende Stoffe entdeckt. Zwar wurden die Richtwerte für die Mineral- und Tafelwasserverordnung nicht überschritten, dennoch gab es die schlechte Note.

Wasser aus der Léa Quelle in Mérignies (Frankreich) von der Edeka-Eigenmarke Gut & Günstig schnitt mit der Note 4,5 (ebenfalls nur ausreichend) im Test am schlechtesten ab. Die Mineralstoffangaben auf dem Etikett stimmten nicht mit den Testwerten überein.

Ob dm seine Quelle ändern wird, ist noch fraglich. Laut RTL teilte Edeka bereits mit, das Wasser mittlerweile aus einer anderen Quelle zu beziehen.

Korrektur: In einer früheren Version hieß es, das Edeka-Wasser der Marke Gut & Günstig hätte die Note 4,3 bekommen. Richtig ist die Note 4,5. Wir haben den Fehler korrigiert.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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