Rotkohl sollte würzig nach Nelke oder Zimt schmecken - und nicht nach Essig. Greifen Verbraucher zu Fertigprodukten, ist laut Stiftung Warentest Tiefkühlware meistens die bessere Wahl. Rotkohl im Glas oder Beutel schneidet geschmacklich häufig nicht so gut ab.

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Der perfekte Rotkohl hat viel Aroma und schmeckt würzig nach Nelke oder Zimt. Außerdem muss er Biss haben und die perfekte Balance zwischen Salz und Süße halten.

13 von 27 Fertigprodukten schaffen das laut "Stiftung Warentest" (Ausgabe November 2020) und bekommen die Note "gut". Was sich dabei klar abzeichnet: Die Tiefkühlprodukte schlagen den Rotkohl im Glas oder Beutel geschmacklich um Längen.

Aus Glas oder Beutel schmeckt jeder zweite Kohl dominant nach Essig, befanden die Tester.

Tiefkühl-Rotkohl ist Testsieger

Am besten im Test schneidet der Tiefkühl-Apfelrotkohl von "Iglo" ab. "Edeka", "Eismann" und "Bofrost" belegen ebenfalls mit der Note "gut" die Plätze dahinter.

Im Glas sind der Rotkohl mit Apfelstückchen von "HAK" und der Bio Rotkohl von "Alnatura" Spitzenreiter. Insgesamt schneiden 13 Produkte "befriedigend" ab. Der Delikatess Apfelrotkohl von "Penny" bekommt nur die Note "ausreichend" und belegt damit den letzten Platz.

Spätestens beim Öffnen des Produkts können Verbraucher zwischen gutem und weniger gutem Rotkohl entscheiden - und dabei ganz auf ihre Sinne vertrauen. Der mit "ausreichend" bewertete Kohl aus dem Glas sah braunstichig statt bläulich oder lila aus, und schmeckte "erdig-dumpf, essigsäuerlich und leicht strohig".

Im Beutel steckt kaum Vitamin C drin

Ein weiteres Plus bei der Tiefkühlware: Sie wird schonend gekocht, was für einen intensiven Geschmack und hohen Vitamin-C-Gehalt sorgt. Eine typische 150-Gramm-Portion deckt dabei knapp ein Drittel des Tagesbedarfs eines Erwachsenen. Bei Rotkohl aus dem Glas findet sich dagegen deutlich weniger Vitamin C, im Beutel oft null.

Rotkohl ist eine vielseitige Beilage: Er passt zu Gans, Ente, Wild und Klößen. Auch Maronen, Orangen, Nüsse und Datteln harmonieren. In Rotwein geschmort erhält er eine Glühweinnote, die gut zu Wildragout und Apfel schmeckt. (ff)

Verwendete Quellen:

  • Stiftung Warentest: "Rotkohl im Test: Tiefkühl-Rotkohl schlägt Kohl aus dem Glas" (Testergebnisse sind kostenpflichtig)
  • dpa
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