• Weihnachten 2020 ist Geschichte, die Deko wandert langsam wieder zurück in die Kartons.
  • Richtiges Verstauen hilft, sich im nächsten Advent böse Überraschungen wie zerbrochene Kugeln oder verhedderte Lichterketten zu ersparen. Hier die besten Tipps.

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Traditionell wird in vielen Familien rund um den 6. Januar, den Dreikönigstag, der Christbaum wieder abgebaut. Dann verschwindet in der Regel auch die restliche Weihnachtsdeko aus der Wohnung. Nur: Wie verpackt man die richtig? Wie wird die Lichterkette nicht zum Knäuel? Und wie verstaue ich die zerbrechlichen Christbaumkugeln? Aufräum-Coach Sabine Haag gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Wie verpacke ich die Lichterkette, sodass sie im folgenden Jahr nicht ein großer Knäuel ist?

Das rät Sabine Haag: Lichterketten richtig aufzubewahren, geht ganz einfach:

  • Nehmen Sie eine leere Papprolle von einer Küchenrolle oder von Geschenkpapier.
  • Am oberen und unteren Ende schneidet man eine Kerbe rein, in die man zu Beginn das Ende mit dem Stecker einhakt.
  • Dann wird die Lichterkette drum herumgewickelt und am anderen Ende wieder im Schlitz eingehakt.
  • Bei langen Lichterketten funktionieren auch dicke, flache Pappen.

Lametta schien wieder ein Trend zu sein - kann man es aufbewahren?

Tatsächlich erlebt es gerade ein Revival! Aber es neigt dazu, sich bei der Lagerung zu verheddern. Um das zu verhindern, kann man es vorsichtig in ein ausrangiertes Buch zwischen die Seiten legen. Und auch filigrane Anhänger wohnen gerne zwischen Buchseiten.

Wie verpacke ich die Christbaumkugeln sicher?

Mittlerweile gibt es zahlreiche Boxen und Aufbewahrungskartons für die Weihnachtsdekoration. Das Besondere an diesen Aufbewahrungsmöglichkeiten ist ihre Unterteilung in einzelne Fächer. In diese kann man die empfindlichen Kugeln perfekt einlagern.

Wer eine günstigere Alternative sucht, greift zu Eierkartons, leeren Boxen für Schokoküsse oder Obsteinlagen für druckempfindliche Früchte. Diese würde ich aber nochmals in einer größeren Box lagern, um die Kugeln nicht nur perfekt zu schützen, sondern auch den Transport zu erleichtern.

Antike Weihnachtskugeln oder Porzellananhänger wickele ich zusätzlich in säurefreies Seidenpapier oder weiche Stoffreste. Wichtig ist dabei, dass der Stoff oder das Papier weich und anschmiegsam ist. Denn bei gröberem Papier oder Stoff besteht leicht die Gefahr, dass man den Umfang der Kugel beim Herausnehmen falsch einschätzt und zu fest zugreift.

Besonders empfindlich sind die sogenannten Eislack-Kugeln. Sie sollten am besten mit Handschuhen angefasst werden und im Originalkarton mit dem beigelegten Seidenpapier umwickelt werden, um Kratzer zu vermeiden. Schon eine minimale Verletzung der Lackschicht zieht nicht selten das Ablösen größerer Flächen nach sich.

Beim Verpacken von zerbrechlichen Kugeln sollte man leere Zwischenräume im Karton vermeiden. Verwenden Sie Seidenpapier, Packpapier oder Blisterfolie, um Lücken zu füllen.

Wie verstaue ich sonstige Christbaum-Deko?

Bei Glöckchen, Selbstgebasteltem und Co. kommt es immer darauf an: Wie zerbrechlich ist es, wie groß ist der Verwirr-Faktor? Ich habe eine Sammlung an gleich großen Schuhkartons, in die ich die restliche Dekoration lege. Das hat den Vorteil, dass ich sie perfekt übereinander stapeln kann und so kein Platz verschenkt wird. In die Kartons lege ich dann die Ornamente - und wenn sie empfindlich sind, wickele ich auch diese in Seidenpapier ein.

Wohin mit Fensterbildern?

Fensterbilder legt man am besten auf ein Stück Pappe, die man dann in eine abzuheftende Folie gibt. Wenn man mehrere hat, heftet man sie am besten aufeinander in einem schmalen Hefter ab.

Ein Tipp für die sperrige Weihnachtspyramide?

Weihnachtspyramiden sollten unbedingt aufrecht stehend gelagert werden. Sonst verziehen sich die Teile, die für die Drehbewegung zuständig sind. Am besten nimmt man dafür die Originalverpackung, die meistens Abstandshalter und Fixierpappen enthält.

Wie lagere ich den Türkranz?

Kränze kann man prima an einem Drahtbügel mit Bindfäden oder Kabelbindern befestigen und dann von unten einen Müllsack darüber befestigen. Am besten bewahrt man ihn hängend auf. Es gibt aber mittlerweile tolle Taschen, die extra dafür gedacht sind.

Gibt es ein System, um Deko immer auf Anhieb zu finden?

Gleiches kommt zu Gleichem. Die Außenlichterkette kommt zum Rentier für den Garten und zur Haustürdeko, der Baumschmuck wird zusammen aufbewahrt und die Backförmchen werden mit den Weihnachtsservietten verstaut.

Nach dem Abdekorieren machen Sie sogenannte Inseln und verstauen Dinge zusammen, die thematisch zusammengehören. So haben Sie beispielsweise eine Adventsbox mit dem Adventskalender, der Kranzdeko und den Nikolausstiefeln, so dass Sie immer nur diejenige Box herausholen müssen, die Sie tatsächlich gerade benötigen.

Dann ab damit in den Keller oder Wandschrank?

Zuerst noch das Wichtigste: die Beschriftung! Beschriften Sie alle Kartons und Boxen. Das mag trivial klingen, es reduziert das Suchen im nächsten Jahr aber ungemein. Und noch ein Trick: Nummerieren Sie die Boxen. Wenn man mehr als drei Boxen besitzt, ist das schon sinnvoll. Wenn Sie als große Weihnachtsfans zehn Schachteln mit Dekorationen haben, beschriften Sie sie mit 1/10, 2/10, 3/10 und so weiter. Am besten nummerieren Sie in der Reihenfolge, in der Sie auspacken möchten.

Tischdeko, die ich nur zu Weihnachten brauche: Wo und wie verstaue ich sie?

Die Weihnachtstassen, das Service mit dem Goldrand und die Serviettenringe mit den Engelchen: Sie alle sollten so verstaut werden, dass sie direkt in der Adventszeit rausgeholt werden können. Denn es ist nicht sinnvoll, spezielle Tischdekoration und Geschirr nur an drei Tagen im Jahr zu nutzen. Unsere Weihnachtsbecher stehen bis zum 1. Dezember ganz hinten im Küchenschrank und rücken dann nach vorne, um bis Weihnachten so oft wie möglich genutzt zu werden.

Tatsächlich haben wir ein altes Service mit Goldrand, das wir nur zu besonderen Anlässen herausholen. Es ist sehr empfindlich, und so habe ich ein besonderes System zur Lagerung entwickelt: Zwischen die einzelnen Teller lege ich Pappteller, die Kratzer vermeiden. Es gibt aber auch spezielle Filzeinlagen zum dazwischen legen.

Gelagert wird das Geschirr in gesteppten Taschen, die es in unterschiedlichen Größen gibt. Ich kenne das von Freunden aus den USA und fand es toll, da diese Stoffboxen kaum Platz wegnehmen und vor Beschädigungen und Kratzern schützen.

Wer solche speziellen Porzellanteile und andere Tischdekoration für Weihnachten hat, dem empfehle ich, die Sachen nicht in der Küche zu lagern, da sie dort nur die Schränke verstopfen und den Zugang zu den Dingen, die man täglich benötigt, versperrt. Also lieber im Wohnzimmerschrank einlagern oder in Boxen, die in den Keller oder auf den Dachboden wandern. (Nina Kugler, dpa/af)

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