Wer seine Wohnräume nicht genügend lüftet, erhöht das Risiko für Schimmel in den eigenen vier Wänden. Wer falsch lüftet, verursacht womöglich unnötig hohe Heizkosten. So machen Sie beim Lüften im Winter alles richtig.

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Im Winter sollte man die Fenster zum Lüften mehrfach am Tag kurz aufreißen - und nicht nur kippen. Fällt letzteres zu kurz aus, zieht nämlich nicht genug Luftfeuchtigkeit aus dem Raum ab. Das kann zu Schimmelbildung führen.

Hat man die Fenster hingegen stundenlang gekippt, kühlen die Räume und deren Wände stark aus. Man lüftet damit auch die teure Heizwärme weg.

Daher rät der Verband Fenster + Fassade: nach Möglichkeit Fenster auf gegenüberliegenden Seiten weit öffnen und einmal kräftig für ein paar Minuten durchlüften. Danach die Fenster wieder ganz schließen.

Bei Frost reichen fünf Minuten

Ist es draußen frostig-kalt, darf das Stoßlüften kürzer ausfallen. Der Verband rät bei Minustemperaturen konkret zu einer Lüftungsdauer von fünf Minuten. Bei null bis plus zehn Grad sollen es zehn Minuten je Lüftungsvorgang sein, bei über zehn Grad 15 Minuten.

Wie oft man pro Tag lüften sollte, ist abhängig von vielen individuellen Faktoren. Einen Hinweis kann ein Messgeräte für Luftfeuchtigkeit geben, das Hygrometer: Zeigt es einen Wert von mehr als 60 Prozent Luftfeuchte an, sollte man die Fenster öffnen. Hygrometer gibt es für wenige Euro im Baumarkt.

Während des Lüftens sollte man die Heizung im jeweiligen Raum herunterregeln. Moderne Thermostate können das zum Teil auch selbst. (af/dpa)

Wenn es draußen kalt ist, läuft drinnen die Heizung und sorgt für angenehme Temperaturen. Aber das verbraucht viel Energie und ist teuer. Wer richtig heizt, kann Geld sparen – und dabei auch den CO2-Ausstoß senken. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale gibt Tipps.