Kommt Dir Deine Katze manchmal wie ein Psychopath vor? Das kommt nicht von ungefähr. Forscher fanden bei den Miezen typische Charaktereigenschaften von Psychopathen. DeineTierwelt erklärt, was dahinter steckt.

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Verhält sich Deine Katze manchmal so seltsam, dass Du sie beinahe für einen Psychopathen halten könntest? Damit bist Du vermutlich nicht alleine. Sogar die Wissenschaft hat sich schon mit der Frage auseinandergesetzt, welche psychopathischen Eigenschaften Katzen haben.

Die Studie, die im Dezember 2021 im "Journal of Research in Personality" erschienen ist, untersuchte das Verhalten und die Persönlichkeit von Katzen mithilfe eines Fragebogens. Die Halter von mehr als 2.000 Katzen beantworteten Fragen zu ihren Miezen und ihrer Beziehung zu den Tieren.

Unter anderem ging es darum, ob die Katze ihre Beute quält, bevor sie sie tötet, ob sie ohne erkennbaren Grund laut miaut oder ob die Mieze schnell "überdreht".

Darauf basierend werteten die Forscher aus, wie unfreundlich Katzen gegenüber anderen Tieren oder Menschen sind. Und sie bewerteten drei Eckpfeiler der Psychopathie: Gemeinheit, Enthemmung und Unerschrockenheit. Ihren Persönlichkeitstest nennen die Forscher "CAT-Tri+" – und er ist ihren Angaben nach der erste, um Psychopathie bei Katzen zu messen.

Vermutlich ist jede Katze ein kleiner Psychopath

Und die sei bei den Vorfahren der Katzen sogar ziemlich hilfreich gewesen, erklärt Forschungsleiterin Rebecca Evans gegenüber der "Daily Mail". Zum Beispiel um Futter, Revier, oder Möglichkeiten zur Paarung zu gewinnen. Deshalb sagt sie: "Es ist wahrscheinlich, dass alle Katzen einen Einschlag von Psychopathie haben." Auch, wenn Psychopathie wie jeder andere Charakterzug bei einigen Katzen ausgeprägter sein dürfte als bei anderen.

Bei einigen Katzen sind die Züge ausgeprägter.
Bei einigen Katzen sind die Züge ausgeprägter.

Den Haltern soll der Test vor allem helfen, ihre Katzen besser kennenzulernen. "Eine Katze, die einen hohen Wert auf der Unerschrockenheitsskala erreicht, könnte von großen Kratzbäumen profitieren, weil die ‚CAT-Tri+‘-Punkte nahelegen, dass eine unerschrockene Katze gerne erkundet und klettert", so Rebecca Evans.

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Einer solchen Katze viele Beschäftigungsmöglichkeiten zu geben, könnte helfen, Kampfverhalten gegenüber Menschen, anderen Tieren oder Gegenständen zu reduzieren.

Letztendlich hoffen die Forscher, dass ihre Erkenntnisse die Beziehung zwischen Haltern und ihren Katzen verbessern können – und dadurch weniger Katzen im Tierheim landen.  © Deine Tierwelt