Sie wollte entspannt ausreiten. Doch dann stieß die Reiterin im Tiroler Breitenbach auf einen Braunbären. Wir berichten, was genau geschah.

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Diesen Ausritt wird die Tiroler Reiterin nicht vergessen: Sie war auf einem Forstweg in der Gemeinde Breitenbach am Inn unterwegs, als ihr Pferd plötzlich stehenblieb und nicht mehr weitergehen wollte. Es "hat in eine Richtung gestarrt. Dort hat die Reiterin dann einen Bären im Unterholz gesehen. Der Bär hat sich aufgerichtet und kurz gefaucht. Die Reiterin hat ihr Pferd angetrieben und ist davongeritten. Der Bär hat sie dann noch kurz verfolgt", so der Breitenbacher Vizebürgermeister Adi Moser zum "ORF".

Bei ihrer Flucht hatte die Reiterin Mühe ihr Pferd unter Kontrolle zu halten. Doch schließlich kam sie sicher wieder im Stall an. Nach dem Ritt informierte sie sofort den Vizebürgermeister. Der nahm den Vorfall sehr ernst. Er wolle keine Panik verbreiten, so Moser. Dennoch wurde auf der Internetseite der Gemeinde über die Braunbärsichtung berichtet.

Bär gesehen? Nicht wegrennen!

Dazu gibt es Tipps, wie man sich bei einer Begegnung mit einem Bären verhalten soll: "Wenn Sie einen Bären sehen, versuchen Sie sich möglichst unaufgeregt zu verhalten! Bleiben Sie stehen und machen Sie den Bären durch lautes Reden mit fester, beruhigender Stimme und kontrolliertes Bewegen des Körpers (jedoch nicht auf den Bären zu!) auf sich aufmerksam", heißt es auf der Website der Gemeinde. Und weiter: "Dies soll dem Bären erleichtern, Sie als Menschen zu erkennen. Rennen Sie nicht weg und versuchen Sie nicht, sich ihm zu nähern. Bewerfen Sie den Bären auch nicht mit Gegenständen. Verzichten Sie auf den Bärenschnappschuss, ziehen Sie sich langsam und in Ruhe zurück."

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Kommt der Braunbär nach Deutschland?

Die Tipps sind notwendig. Denn: In der Gegend ist eine Bärenbegegnung nicht auszuschließen. Bereits zwei Tage später beobachtete ein Wanderer rund 15 Kilometer östlich ebenfalls einen Bären in einem Waldstück. Laut Tiroler Tageszeitung habe der Abstand zwischen dem Wanderer und dem Bären etwa 100 Meter betragen. Damit kommt der Bär auch Deutschland immer näher: Die Gemeinde ist nur rund zwei Kilometer Luftlinie von der bayerischen Grenze bei Kiefersfelden entfernt.  © Pferde.de

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