Das Kurzwaschprogramm von Wasch- und Spülmaschine mag auf den ersten Blick umweltfreundlich scheinen. Aber in vielen Fällen solltest du darauf verzichten – lies hier, wann genau.

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Deshalb ist das Kurzwaschprogramm nicht immer sparsamer

Wer "Kurzwaschprogramm" liest, könnte glauben, dass dieses aufgrund der kürzeren Dauer – ähnlich wie beim kurzen Duschen – umweltfreundlicher sei als ein reguläres Waschprogramm. Doch der Schein trügt: Bei kurzen Laufzeiten steigt meist der Energieverbrauch. Das Waschmittel kann während der kurzen Waschzeit nicht so gut wirken, sodass die Waschmaschine das Wasser sehr schnell aufheizen muss. Oft ist auch der Wasserverbrauch höher.

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Das bedeutet, dass die Kurzwaschprogramme – sowohl bei der Wasch- als auch bei der Spülmaschine – meist gar nicht sparsam sind:

  • sie verbrauchen mehr Wasser
  • sie verbrauchen mehr Strom

Und sind damit teuer und belasten die Umwelt.

Ausnahme: Gibt es bei deiner Wasch- oder Spülmaschine ein lauwarmes Kurzprogramm, ist das sparsamer als das längere. Allerdings reinigt es nur wenig verschmutzte Kleidung bzw. Geschirr gut.

Auch mit der Wahl eines Stromspar- oder Eco-Programms bist du viel sparsamer und umweltfreundlicher unterwegs: Schließlich benötigt eine längere Laufzeit weniger Strom und geringere Temperaturen. Das Waschprogramm kann seine Wirkung voll entfalten. Siehe auch:

Tipps zum umweltfreundlichen Waschen

Mit dem Verzicht auf ein heißes Kurzwaschprogramm bist du beim Waschen deiner Wäsche beziehungsweise beim Geschirrspülen schon deutlich umweltfreundlicher unterwegs. Wir haben dir daneben noch fünf wichtige Tipps rund um nachhaltiges Waschen mit der Wasch- und Spülmaschine zusammengestellt:

  • Wechsle zu echtem Ökostrom: Denn damit trägst du aktiv und effizient zur Energiewende bei. Die besten, echten Ökostrom-Anbieter findest du in der Utopia-Bestenliste.
  • Richtige Menge an Wasch- beziehungsweise Spülmittel: Achte auf die richtige Menge an Wasch- beziehungsweise Spülmittel – oft wird zu viel verwendet, was zu Rückständen auf Kleidung und Geschirr führen kann.
  • Kein Vorspülen oder Vorwäsche: Für normal verschmutztes Geschirr beziehungsweise Wäsche ist eine Vorwäsche beziehungsweise das Vorspülen nicht nötig. Verzichte daher lieber darauf und spare dabei Wasser und Energie. Hartnäckige Flecken auf Kleidung kannst du vorab mit Gallseife behandeln.
  • Keine halbvollen Maschinen: Der Umwelt zuliebe, solltest du die Wasch- und Spülmaschine immer ganz füllen. Vermeide jedoch auch, dass die Waschmaschine zu voll wird. Ist die Maschine nur halb gefüllt, verschwendest du unnötig viel Wasser und Energie.
  • Verzichte auf den Trockner: Ein Trockner verbraucht sehr viel Energie. Diese kannst du – verbunden mit den hohen Kosten – nach dem Waschgang einsparen, indem du deine Wäsche entweder draußen auf einer Wäscheleine oder drinnen auf einem Wäscheständer trocknest.
  • Nutze eine sparsame Waschmaschine: Wenn du ein sehr altes Modell hast, kann ein Neukauf sowohl finanziell als auch ökologisch sinnvoll sein. Wähle dabei am besten ein sparsames Modell mit gutem Qualitätsurteil bei Stiftung Warentest.

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