Seit Beginn des Bürgerkrieges in Jemen vor einem Jahr hat UNICEF 1.560 schwere Menschenrechtsverletzungen an Kindern dokumentiert. Über 900 Kinder wurden getötet und 1.300 verletzt – dies sind etwa sechs getötete Kinder jeden Tag. Über 50 Angriffe auf Schulen wurden verifiziert.

Diese Zahlen repräsentieren nur die Spitze eines Eisbergs, da sie nur die von UNICEF überprüften Vorfälle wiedergeben. Die Ausweitung des Konflikts führt auch dazu, dass immer mehr Kinder und Jugendliche rekrutiert werden und eine aktive Rolle einnehmen – zum Beispiel als Wärter an Checkpoints.

Im vergangenen Jahr hat UNICEF 884 Fälle der Rekrutierung von Kindern als Soldaten und Kämpfer verifiziert, darunter auch Kinder unter zehn Jahren.

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Dies sind die Ergebnisse des heute veröffentlichten Reports "Fragile to Failed" über die Folgen des Konflikts in Jemen auf Kinder.

"Es ist kein Ende in Sicht in diesem tödlichen Konflikt und die langfristigen Folgen für das ohnehin ärmste Land im Nahen Osten sind verheerend", sagt Tessa Page, Vorstandsvorsitzende der Stiftung United Internet for UNICEF. "Zehn Millionen Kinder in Jemen stehen vor einem weiteren Jahr voller Schmerz und Leid. Die humanitäre Situation im Land ist katastrophal und die Kinder sind - wie immer - die größten Leidtragenden."

Der Konflikt im ärmsten Land der arabischen Welt hat schwere Folgen für die zivile Infrastruktur und die Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern wie Öl, Wasser und Nahrung.

Zehn Millionen Kinder sind auf Hilfe angewiesen

UNICEF schätzt, dass allein im vergangenen Jahr rund 10.000 Kinder in Jemen an vermeidbaren Krankheiten starben, da die Gesundheitsversorgung nicht mehr funktioniert, Impfungen nicht durchgeführt werden und lebensgefährlicher Durchfall nicht behandelt werden konnten. Im ärmsten Land der Region sind heute schätzungsweise zehn Millionen Kinder auf humanitäre Hilfe angewiesen – darunter rund 320.000 Kinder, die von schwerer akuter Mangelernährung bedroht sind.

UNICEF unterstreicht seine Forderung, an alle Konfliktparteien, die Kämpfe zu stoppen und eine politische Lösung zu suchen.

  • Alle Angriffe auf Zivilisten und die zivile Infrastruktur einschließlich Schulen, Gesundheitsstationen und Wasserwerke müssen aufhören.
  • Alle Konfliktparteien müssen aufhören, Kinder zu rekrutieren. Alle rekrutierten Kinder – ob in unterstützenden oder in kämpfenden Funktionen – müssen sofort demobilisiert werden.
  • Alle Konfliktparteien müssen ungehinderten und freien Zugang für humanitäre Helfer zu allen Kindern garantieren – auch in umkämpften Gebieten.
  • UNICEF und seine Partner rufen dazu auf, Hilfe für die Kinder im Jemen ausreichend zu finanzieren. Bislang stehen lediglich 18 Prozent der für 2016 benötigten Mittel bereit.

Zusammen mit den Usern von WEB.DE, GMX und 1&1 tut die Stiftung United Internet for UNICEF alles, um den schätzungsweise zehn Millionen Kindern die humanitäre Hilfe zukommen zu lassen, auf die sie angewiesen sind. Helfen Sie mit!

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