UNICEF: Bilder des Jahres 2017

Wie in jedem Jahr hat das Kinderhilfswerk UNICEF den internationalen Preis für das "UNICEF-Foto des Jahres" vergeben. Neben den ersten drei Plätzen zeichnet die unabhängige Expertenjury zehn Fotografen mit Ehrenvollen Erwähnungen aus. Die Reportagen zeigen Kinder aus unterschiedlichen Ländern weltweit.

Der 2. Preis geht an K.M. Asad, der mit "Bangladesch: Der Exodus der Rohingya" das Leid der flüchtenden Minderheit aus Myanmar eingefangen hat.
Auch der 3. Preis geht an ein Foto aus Bangladesch. Der Kanadier Kevin Frayer wurde mit "Bangladesch: Nichts als pure Verzweiflung" Zeuge jenes Moments, in dem ein kleiner Junge den Lkw mit den Versorgungsgütern erkletterte und Blickkontakt mit dem erhofften Retter suchte.
Mit ihrem Bild "Tansania: Stärker als die Sonne" thematisiert Ana Palacios das Schicksal sogenannter Albinos in Afrika. Die weißhäutigen Kinder sind in steter Lebensgefahr, da der Aberglaube besteht, ihr Blut zu trinken wirke Wunder. Ebenso wie die folgenden Bilder erhält sie dafür eine Ehrenvolle Erwähnung.
Mossul, Irak, Sommer 2017. Der sogenannte "Islamische Staat" ist aus der zweitgrößten Stadt des Landes vertrieben worden - drei Jahre, nachdem er sie erobert hatte. Die Angst und die Verletzung der Kinder hat die Fotografin Zohra Bensemra eingefangen.
"Sansibar: Vom Mädchenrecht, nicht unterzugehen" von Anna Boyiazis zeigt Frauen des Inselarchipels vor Ostafrika beim Schwimmen. Mutige Frauen starteten dort Schwimmunterricht für Mädchen und Frauen, was in dem Staat verboten ist.
"Warten mit der letzten Kraft" von Jacob Ehrbahn zeigt eine junge Mutter in Bangladesch, die versucht, ihr Kind aus der Bedrängnis zu befreien und ihm ein bisschen Schatten zu spenden.
Mit "Syrien: Nichts ist vorbei" thematisiert der deutsche Fotograf Christian Werner das andauernde Leid der syrischen Kinder. Auf welche Schule gehen? Wie den nächsten Winter überdauern? Nichts ist hier schon vorbei, nichts ist hier schon Frieden.
Anush Babajanyan stieß zufällig auf ihr Motiv "Elfenbeinküste: Gemeinsam schaffen sie Hoffnung". In Westafrika werden Zwillingen Wunder zugetraut, weshalb sie herausgeputzt stundenlang posieren müssen.
"Afghanistan: Bismillahs Gefühl für den Schnee" von Andrew Quilty erzählt eine bezaubernde Geschichte von Kindern, die durch einen Zufall Skier kennenlernten und diese nun selbst für ein wenig Wintervergnügen basteln.
Hannah lebt mit ihrem Vater in einer kleinen Wohnung in Hannover. Sie war erst wenige Monate alt, als ihre Mutter bei einem Autounfall starb. "Wenn der Papa alles ist" von Leona Ohsiek hält einen Moment der speziellen Beziehung der beiden fest.
Mit "Großbritannien: Auf der Verliererstraße" wirft Toby Binder einen Blick auf das Leben Jugendlicher auf der Insel. Arbeitslosigkeit, Bandenkriminalität, Teenagerschwangerschaften, Drogen und Alkohol gehören für viele dazu.
"Du tust ja nichts, außer auf das Baby aufzupassen" - das war nur der gedankenlos hingeworfene Satz eines Freundes. Aber er animierte die russische Fotografin Yuliya Skorobogatova zu einem Projekt, das dem angeblichen Nichtstun eine wunderbare Lebendigkeit verlieh.
Das Siegerbild des Wettbewerbs "UNICEF-Foto des Jahres 2016" von Ariz Ghaderi: "Die Verteidigung des Lächelns".
Den 2. Platz gewinnt Ali Nouraldin mit "Stunde der Verzauberung". Es hält die Begeisterung der Flüchtlingskinder in Idomeni für den für sie veranstalteten Kinoabend fest.
Auf Platz drei landet Mohamad Badra mit "Die Kinder, die aushalten müssen". Es macht auf Kinder als Opfer des Bürgerkrieges in Syrien aufmerksam.