Die deutsche Fleischindustrie hat in den ersten Monaten des Jahres glänzende Geschäfte gemacht.

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Von Januar bis April 2020 legten die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14,8 Prozent auf 14,2 Milliarden Euro zu, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte.

Im März lag der Umsatz demnach bei 3,9 Milliarden Euro - das war der höchste Monatswert seit Beginn der Erhebung.

Aufwärtstrend setzt sich fort

Damit setzt sich den Statistikern zufolge der Aufwärtstrend im Schlachterei- und Fleischverarbeitungsgewerbe fort. 2019 hatten demnach die 563 Betriebe der Branche mit 50 oder mehr Beschäftigten rund 39,7 Milliarden Euro Umsatz gemacht, 7,9 Prozent mehr als im vorangegangenen Jahr.

Besonders gut liefen den Angaben zufolge zuletzt die Geschäft mit China: Die Menge an dorthin exportiertem Schweinefleisch habe von Januar bis April 2020 mehr als das Doppelte der im Vorjahreszeitraum ausgeführten Menge betragen.

Zugleich wurde Schweinefleisch hierzulande deutlich teurer: Von Mai 2019 bis Mai 2020 erhöhten sich die Preise für Verbraucher laut Statistischem Bundesamt um 11,2 Prozent.

Zuletzt war die deutsche Fleischindustrie wegen der Arbeitsbedingungen in den Schlachthöfen erneut stark in die Kritik geraten. Dazu trug insbesondere der große Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik Tönnies in Nordrhein-Westfalen bei.  © AFP

Coronatests angeblich manipuliert: Tönnies-Arbeiter packen aus

Aus Rumänien und ärmlichsten Verhältnissen kommen die Arbeiter, die in Deutschlands größtem Schlachthof arbeiten oder gearbeitet haben. Ihre Coronatests seien manipuliert worden, sagt einer. Und eine frühere Angestellte schildert, welche Knochenarbeit sie im wahrsten Sinne des Wortes verrichtet habe. (Teaserfoto: dpa/Revierfoto) © RTL Television