Tipps zu KI-Nutzung und Datenschutz

Sie verwenden ChatGPT, Gemini oder andere KI-Chatbots? Dann sollten Sie wissen: Ihre Fragen und eingegebenen Informationen können gespeichert und teilweise auch zur Verbesserung der KI verwendet werden. Wir erklären, worauf Sie achten sollten und wie Sie Ihre Daten schützen.
Nicole Chef-Redakteurin
 Von Nicole – Lesedauer 3 Min.



In diesem Blog-Artikel klären wir ...

Was erfährt ein KI-Chatbot über Sie?

Eine künstliche Intelligenz (KI) verarbeitet zunächst die Informationen, die Sie selbst im Chat eingeben. Dazu gehören neben Fragen und konkreten beispielsweise auch hochgeladene Textdokumente und Bilder.

Darüber hinaus können KI-Anbieter weitere Daten über Sie erfassen – beispielsweise Ihre E-Mail-Adresse bei der Registrierung oder technische Informationen über Ihr Gerät und die Nutzung des Dienstes.

Bleiben Ihre Gespräche mit der KI gespeichert?

Viele KI-Anbieter speichern Chatverläufe, damit Sie frühere Unterhaltungen erneut aufrufen und daran anknüpfen können.

Häufig lassen sich diese Gespräche auch wieder löschen. Allerdings bedeutet das nicht, dass sie sofort vollständig aus den Systemen des Anbieters verschwinden. Bei ChatGPT beispielsweise werden gelöschte Chats normalerweise innerhalb von 30 Tagen endgültig entfernt.
 

Wichtig: Aus Sicherheitsgründen, etwa zur Erkennung von Missbrauch, oder aufgrund gesetzlicher Vorgaben können Daten unter Umständen auch länger gespeichert bleiben. Wie lange genau, hängt vom jeweiligen Anbieter ab.

Werden Daten auch zum KI-Training verwendet?

Ja. Manche Dienste verwenden eingegebene Inhalte, um ihre KI-Modelle zu verbessern, sie zu "trainieren". Ob das geschieht, hängt vom jeweiligen Anbieter und Ihren Einstellungen ab.

Tipp: Werfen Sie einen Blick in die Datenschutz-Einstellungen Ihrer KI-Anwendung. Bei einigen Diensten können Sie die Nutzung Ihrer Chats für das KI-Training deaktivieren oder einen temporären Chat verwenden.

Diese Informationen sollten Sie besser für sich behalten

Nicht jede persönliche Angabe gehört in einen KI-Chat. Besonders vorsichtig sollten Sie mit Passwörtern, Bankdaten, Gesundheitsinformationen und privaten Dokumenten umgehen.
Oft können Sie persönliche Details einfach weglassen. Beispiel:

Statt

"Schreibe eine Beschwerde für Max Mustermann, Kundennummer 1234567"

genügt:

"Formuliere eine freundliche Beschwerde wegen einer verspäteten Lieferung."

Alternativ können Sie sensible oder personenbezogene Daten auch vorher anonymisieren bzw. mit Platzhaltern versehen. So erhalten Sie die gewünschte Unterstützung, ohne unnötig persönliche Daten preiszugeben.
 

Wichtig: Beim Thema Datenschutz geht es nicht nur um Sie: Geben Sie auch keine Informationen – insbesondere keinen sensiblen personenbezogenen Daten – über andere Personen in die KI ein.

5 Tipps, wie Sie Ihre Privatsphäre besser schützen können

Hier noch einmal eine Checkliste, wie Sie Ihre Daten einfach aber effektiv schützen können:

  1. Weniger ist mehr: Geben Sie nur Informationen ein, die für Ihre Anfrage notwendig sind.
  2. Persönliches entfernen: Löschen Sie Namen, Adressen und andere vertrauliche Angaben aus Texten oder verwenden Sie Platzhalter.
  3. Einstellungen prüfen: Deaktivieren Sie die Verwendung Ihrer Chats für das KI-Training, sofern der Dienst dies ermöglicht und Sie es nicht wünschen.
  4. Chatverläufe aufräumen: Löschen Sie Unterhaltungen, die Sie nicht mehr benötigen.
  5. Verknüpfungen kontrollieren: Prüfen Sie, auf welche verbundenen Anwendungen (z. B. Kalender oder bestimmte Apps) und Informationen Ihre KI zugreifen darf.

Fazit: KI kann im Alltag praktisch sein. Entscheidend ist, dass Sie selbst darauf achten, welche Informationen Sie teilen möchten. Natürlich kann es praktisch sein, wenn die KI viel über Sie weiß: So erhalten Sie im Zweifelfall bessere Suchergebnisse und Unterstützung von der KI. Legen Sie aber viel Wert auf den Schutz Ihrer Privatsphäre, gilt: Je sparsamer Sie mit persönlichen Daten umgehen, desto besser.
 
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