• Der ADAC hat deutschlandweit das Wissen von Radfahrerinnen und Radfahrern getestet.
  • Die Auswertung zeigt: Nur wenige kennen tatsächlich die für sie geltenden Verkehrsregeln.

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In einem deutschlandweiten Wissenstest des ADAC für Radfahrer haben viele Radler eine mangelnde Kenntnis der aktuellen Verkehrsregeln gezeigt. Nur ein Prozent der 4.500 befragten Radfahrerinnen und Radfahrer ab 14 Jahren konnte fast alle Testfragen korrekt beantworten, wie der Automobilklub am Donnerstag mitteilte. Im Durchschnitt seien 60 Prozent der Antworten richtig gewesen.

Abgefragt wurde den Angaben zufolge unter anderem das Wissen zu Radwegen, Kindern auf dem Gehweg, Alkoholgrenzen und Handybenutzung. Laut ADAC waren nicht nur viele Antworten lückenhaft oder falsch, sondern klafften auch Selbsteinschätzung und tatsächliche Kenntnis der Vorschriften weit auseinander: Knapp 80 Prozent der Befragten halten sich nach eigenen Angaben an Regeln, kennen diese aber nur teilweise.

Betrunken auf dem Sattel kann Führerschein kosten

So wussten der Umfrage zufolge nur 18 Prozent, dass radfahrende Kinder im Alter von bis zu acht Jahren den Gehweg nutzen müssen. Lediglich 15 Prozent konnten sagen, dass dies bis zum Alter von zehn Jahren erlaubt ist, wenn es weder einen baulich angelegten Radweg noch einen Seitenstreifen gibt. Nur ein Viertel der Befragten kannte außerdem die Benutzungspflicht, sobald ein blaues Radwegschild aufgestellt ist.

Auch sei mehr als ein Drittel der Befragten fälschlicherweise davon überzeugt gewesen, dass das Fahren gegen die Einbahnstraße erlaubt sei. 40 Prozent sei außerdem nicht bewusst gewesen, dass Alkohol auf dem Sattel ab 1,6 Promille als Straftat eingestuft, diese mit Punkten und Geldstrafe geahndet wird und zudem der Verlust des Führerscheins droht.

"Unwissenheit kann gefährlich werden"

In anderen Bereichen hätten dagegen viele Radler gut Bescheid gewusst. So kannten fast 80 Prozent die Regel, dass Radfahrer nicht in Fußgängerzonen fahren dürfen. Mit 63 Prozent war fast zwei Dritteln der Befragten klar, dass sie Busspuren nicht nutzen dürfen.

"Unwissenheit kann gefährlich werden, weil sie das Risiko von Konflikten erhöht und im schlimmsten Fall zu Unfällen führt", erklärte ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand. Dies gelte für alle Verkehrsteilnehmer. Daher sollten sich sowohl Auto- als auch Radfahrer regelmäßig über Neuerungen informieren und ihre Regelkenntnisse auffrischen. (ff/dpa)

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