Seit heute Nacht hat ein neuer Bahnstreik die Zugfahrer in Deutschland wieder fest im Griff. Noch bis Donnerstag 21 Uhr streiken die Mitglieder der Lokführergewerkschaft. Wer dem Chaos auf den Bahnsteigen aus dem Weg gehen will, sucht nach Alternativen.

Noch bis Donnerstagabend müssen Bahnfahrer wieder mit zahlreichen Verspätungen und Zugausfällen rechnen. Die Deutsche Bahn hat für den Streik zwar einen Ersatzfahrplan angekündigt, erfahrungsgemäß wird das Chaos an den Bahnsteigen dadurch aber nicht erheblich besser. Wer auf den Zug verzichten will oder muss und wem die Kosten für eine überteure Taxifahrt zu hoch sind, der kann auf weitere Fahralternativen ausweichen.

Alternative 1: Fernbusse

Anbieter wie Meinfernbus.de oder Flixbus.de werden schon von vielen Bahnkunden genutzt. Während des Bahnstreiks dürften die Fernbusse aber noch einmal einen ordentlich Schub an Mitfahrern bekommen.

Der Vorteil: Die Fernbusse brauchen zwar länger, dafür ist auf sie Verlass. Außerdem gibt es bereits so gut wie in allen deutschen Großstädten entsprechende Verbindungen, die Reisende nutzen können. Wer nach der besten Linie sucht und nicht auf den Anbieterseiten selbst schauen möchte, vergleicht einfach über Portale wie Busliniensuche.de, Fernbusse.de oder Busticket.de.

Der Nachteil: Je größer die Nachfrage, desto weniger Plätze stehen in den Bussen zur Verfügung - und desto teurer wird eine Fahrt von A nach B. Allerdings liegen die Preise in der Regel auch dann noch deutlich unter den vergleichbaren Kosten für ein Zugticket.

Alternative 2: Mitfahrgelegenheit

Genauso beliebt wie die Fernbusse sind die klassischen Mitfahrgelegenheiten. Wer nicht selbst fremde Menschen im eigenen Auto mitnehmen möchte, kann sich einfach bei anderen Fahrern anmelden. Besonders während der Streikzeit ist das Angebot noch einmal deutlich größer.

Der Vorteil: Von Großstädten aus gibt es eine große Auswahl an Mitfahrgelegenheiten zu unterschiedlichen Zeiten und Reisezielen. Die Kosten halten sich ebenfalls in Grenzen und hängen vom jeweiligen Fahrer ab. Bei Anbietern wie Blablacar.de oder Bessermitfahren.de können Reisende einfach über das Internet oder per App ein Angebot auswählen.

Der Nachteil: Auch hier fängt der frühe Vogel den Wurm, wobei meist mehr Optionen zur Auswahl stehen als bei den Fernbussen. Bei den Reiseverbindungen ist ein bisschen Glück gefragt, um die passende Mitfahrgelegenheit zu finden.

Alternative 3: Carsharing

DriveNow, Car2Go, Flinkster und Co. bieten sich ebenfalls als Bahnalternative an. Registrierte Nutzer können sich ein Fahrzeug aus der Carsharingflotte schnappen und damit einfach losfahren. Allerdings sollten Sie sich im Vorfeld über die Kosten und die Nutzungsbestimmungen informieren. Wer das Geschäftsgebiet verlässt, muss unter Umständen mit deutlichen Mehrkosten rechnen.

Der Vorteil: Carsharing-Fahrzeuge stehen vor allem in Großstädten inzwischen in einer Vielzahl zur Nutzung bereit - mehr Flexibilität geht nicht. Wer sich die Kosten teilen will, kann das Auto auch kurzerhand zur Mitfahrgelegenheit umfunktionieren.

Der Nachteil: Die Nutzungsbestimmungen sollten vorher geklärt werden, außerdem dürfte eine Tagesfahrt in den meisten Fällen kein günstiges Vergnügen werden. Zwar halten viele Carsharing-Anbieter inzwischen spezielle Stunden- und Kilometerpakete bereit, billig sind diese aber nicht. Wer hier günstiger wegkommen möchte, der kann auch das private Carsharing-Angebot auf Portalen wie Drivy.de oder Autonetzer.de nutzen.

Alternative 4: Mietwagen

Der Klassiker: Auch die Mietwagenanbieter haben beim Bahnstreik Hochkonjunktur. Wie bei dem Carsharingmodell sind die Preise bei einer kurzfristigen Buchung nicht gerade niedrig. Hinzukommt, dass der Andrang an den Mietstationen mit Sicherheit groß ist und mit Wartezeiten verbunden sein wird. Wer noch schnell im Internet Preise vergleichen möchte, kann das beispielsweise auf Billiger-mietwagen.de oder Check24.de machen.  © 1&1 Mail & Media / CF