Der Hochsommer macht auch den Blitzanlagen zur Verkehrsüberwachung zu schaffen. Manche Anlagen stellen bei höheren Temperaturen einfach den Betrieb ein. Die Kühlung reicht dann nicht mehr aus.

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"Keine Blitze bei der Hitze" titelte die Rhein-Neckar-Zeitung zu einem Problem, das im badischen Städtchen Leimen bekannt geworden ist. Dort sind Messgeräte an mehreren Stellen der Stadt in sogenannte "Blitzersäulen" montiert. Wenn auf diese Säulen die Sonne intensiv niederbrennt, versagen sie den Dienst.

Hitzestau in den Blitzersäulen die Ursache

Die Elektronik hat zwar Lüfter eingebaut, doch bei zu großer Hitze schaffen die es nicht, die Geräte ausreichend zu kühlen. Dann schalten diese sich automatisch ab. "Die Geräte halten viel aus, aber ab und zu kommt es zu diesen Ausfällen", so der Leimener Ordnungsamtsleiter Walter Stamm gegenüber der Zeitung." Dann komme es aber nicht zu Fehlmessungen, sondern die Technik schalte sich komplett ab.

Manche Blitzersäulen bleiben an heißen Tagen leer

Bis einschließlich vergangene Woche war es in Leimen jedoch nicht zu solchen Ausfällen gekommen. Weil die Stadtverwaltung das Problem kennt, hat sie vorbeugend gehandelt – und die von Überhitzung betroffenen Säulen nicht mit Blitzern bestückt.

Das fällt der Leimener Verwaltung leicht, da die Stadt ohnehin mehr Säulen als Messgeräte hat. Deswegen werden die fünf Blitzersäulen wechselweise mit Mess- und Blitzgeräten bestückt. An heißen Tagen sind nur die Säulen aktiv, die eine schattige Aufstellposition haben.

Moderne Geräte mit Lasermessung

Die von der Stadt Leimen verwendeten Geräte vom Typ Poliscan arbeiten mit Lasermessung. Dadurch kommen sie ohne Induktionsschleifen oder andere teure Einbauten in die Fahrbahndecke aus. Sie erfassen Autos mit Geschwindigkeiten von 10 bis 250 km/h in beide Richtungen.

Damit die Polizei von den Geschwindigkeitsüberschreitungen beweiskräftige Bilder hat, ist die Messung mit zwei Kameras gekoppelt. Die nehmen für jeden Fall ein Bild auf und speichern es zusammen mit Bild- und Messdaten sowie Angaben zum verwendeten Messsystem. Das "Blitzen" erfolgt entweder mit sichtbarem Licht oder mit Infrarot. Mit Infrarot wird allerdings kein als Beweismittel nutzbares Bild des Fahrers angefertigt.

Als Kameras werden Schwarz-Weiß-Geräte mit der vergleichsweise bescheidenen Auflösung von vier Megapixeln verwendet. Doch davon können die Geräte bis zu 3.300 Bilder speichern.  © 1&1 Mail & Media / CF

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