Der neue Audi A7 Sportback fährt beinahe die volle Technik-Opulenz der Oberklasse-Limousine A8 auf. Während sich bei den Abmessungen nichts ändert, fällt das viertürige Fließheck-Coupé vor allem mit einer frischen Optik und einem riesigen LED-Leuchtband am Heck auf. V8-Motoren könnten aus dem Programm fliegen.

Auf die IAA in Frankfurt hat er es zwar nicht mehr geschafft, doch jetzt präsentiert Audi die logische Fortsetzung bei der Erneuerung der Modellpalette: Der Audi A7 Sportback startet kurz nach der Vorstellung des Audi A8 ebenfalls in die neue Generation. Das Auto wirkt zunächst einmal vertraut: Mit 4,97 Meter Außenlänge, 1,91 Meter Breite und einer sportlichen Höhe von 1,42 Meter hat sich an den Karosserieabmessungen ganz genau überhaupt nichts getan – in der heutigen Produktpolitik von Autoherstellern geradezu eine Seltenheit. Dafür rüstet der A7 optisch und technisch mächtig auf.

Audi A7 Sportback 55 TFSI: Mild-Hybrid mit 340 PS und Segelfunktion

Der neue A7 hat einen deutlich breiteren Kühlergrill als der Vorgänger. Das Sechseck bekam außerdem schärfere Kanten verpasst. Die neuen Scheinwerfer leuchten mit ganzen zwölf Segmenten und können auf Wunsch mit Matrix-LED und Laserlicht aufgerüstet werden. Das Heck strahlt ab sofort mit einem charakteristischen LED-Leuchtband, das in der Mitte eingezogen ist und dem A7 den gewissen Oberklassen-Look geben soll, den der neue A8 schon vorgetanzt hat. Darüber fährt ab 120 km/h ein Heckspoiler aus. Nicht mehr zu sehen sind hingegen die Auspuffrohre.

Zum Marktstart bietet Audi ihn als 55 TFSI an: Der 3,0-Liter-V6-Benziner leistet satte 340 PS und drückt 500 Newtonmeter Drehmoment in das Siebengang-Automatikgetriebe ("S-Tronic"). NEFZ-Verbrauch: 6,8 Liter. Die Besonderheit des Antriebs: Wie beim A8 sorgt ein 48-Volt-Hauptbordnetz und ein Riemen-Starter-Generator (RSG) für direkteres Ansprechverhalten bei Vollgas und schnellere Startvorgänge. Außerdem kann das Fahrzeug damit zwischen 55 und 160 km/h mit deaktiviertem Motor "segeln". Beim Verzögern erreicht der RSG eine Rekuperationsleistung von immerhin 12 Kilowatt. Während Audi mit neuen Vierzylinder-Triebwerken plant, die ebenfalls mit dem 48-Volt-System ausgerüstet werden sollen, gibt es bislang keine Pläne, den neuen A7 mit V8-Motoren auszurüsten.

Assistenzsysteme: Abstand zum A8

Im Innenraum blickt man auf das neue Armaturenbrett-Design aus Ingolstadt, das durch horizontale Linien geprägt wird. Das bisherige MMI-Bediensystem wird durch zwei große Touchscreens ersetzt: Der obere, rund 10 Zoll große Bildschirm steuert das Infotainment, der untere (8,6 Zoll) regelt die Klimaanlage und sonstige Komfortfunktionen. Das Fahrwerk kommt optional mit Allradlenkung und Luftfahrwerk mit Niveaulagenausgleich. Bei den Autonom-Funktionen bleibt der A7 Sportback hinter dem A8 zurück: Alle bekannten Systeme zu Spur- und Abstandhalten wird es geben, 2018 wird außerdem eine per Smartphone gesteuerte Ein- und Ausparkfunktion nachgereicht. Doch das Autonomie-3-Level, das der A8 Ende 2018 per Software erhalten soll, scheint dem A7 vorenthalten zu bleiben. Zum Marktstart im Februar 2018 ist der A7 55 TFSI ab 67.800 Euro zu haben.  © 1&1 Mail & Media/ContentFleet