Nicht vergessen: Wer umzieht, muss auch sein Auto ummelden. Das gilt für den Umzug in eine andere Stadt, sondern auch für den ins Ausland. Nur leider gehört der Gang zur Kfz-Zulassungsstelle zu den eher unliebsamen Pflichten des Alltags, vor allem aufgrund der langen Wartezeiten. Die Frage ist also: Auto ummelden – was brauche ich?

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Nach einem Umzug müssen Sie sich nicht nur beim Einwohnermeldeamt ummelden, sondern sich auch um Ihr Auto kümmern. Das heißt, dass Sie auch dann Ihr Auto ummelden und Ihre Kfz-Papiere aktualisieren müssen, wenn Sie nur innerhalb Ihres Wohnortes umziehen.

Früher war es noch eine Option, das Auto am Zweitwohnsitz umzumelden, um beispielsweise bei der Kfz-Versicherung Beiträge zu sparen. Das gilt heute nicht mehr: Das Fahrzeug muss am Hauptwohnsitz angemeldet sein.

Wie lange hat man nach einem Umzug Zeit, das Auto umzumelden?

Wie lange der Fahrzeughalter Zeit hat, um sein Auto nach einem Umzug umzumelden, ist im Gesetz bewusst nicht eindeutig geregelt, sondern Auslegungssache. Demnach sollte die Ummeldung unverzüglich erfolgen. Für das Ummelden des Pkws bei einem Umzug besteht somit keine vom Gesetzgeber exakt vorgegebene Frist.

Am Ende entscheidet der jeweilige Sachbearbeiter, ob die Ummeldung noch innerhalb des gebotenen Zeitraums erfolgt ist und der Halter seiner Pflicht, sein Auto umzumelden, noch nachgekommen ist, oder ob er dafür, dass er dies vergessen hat, eine Strafe bezahlen muss. In der Regel sollte das Ummelden nach dem Umzug innerhalb eines Monats erfolgen, um nichts bezahlen zu müssen.

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Wo kann man sein Auto ummelden?

Die Frage nach der Zuständigkeit fürs Auto ummelden ist einfach zu beantworten: Man kann das Auto nicht bei jeder Zulassungsstelle ummelden, sondern muss zu derjenigen gehen, die für den neuen Wohnort zuständig ist. Leider ist das Auto ummelden online noch nicht möglich, so weit sind die deutschen Behörden mit der Digitalisierung ihrer Verwaltung noch nicht. Um längere Wartezeiten zu vermeiden, sollte aber in jedem Fall vorab online ein Termin vereinbart werden.

Inzwischen bieten die meisten Städte und Kommunen in Deutschland ein vereinfachtes Verfahren an, um die langen Wartezeiten in den Zulassungsstellen zu verringern: In den zuständigen Einwohner- und Bürgerämtern können Sie nach der Adressänderung im Personalausweis und im Reisepass auch gleich Ihr Auto ummelden. So müssen Sie nicht extra zur Kfz-Zulassungsstelle gehen.

Fürs Auto ummelden: Was brauche ich?

Sobald Sie Ihren Wohnsitz beim Einwohnermeldeamt geändert haben und damit aktuelle Ausweispapiere in den Händen halten, sollten Sie ans Auto ummelden denken und dieser Pflicht zeitnah nachkommen. Halten Sie dafür die folgenden Papiere bereit:

  • Zulassungsbescheinigung I und II (Fahrzeugbrief und Fahrzeugschein)
  • Aktualisierter Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung
  • KFZ-Versicherungsbescheinigung
  • Nachweis über die Hauptuntersuchung (TÜV, DEKRA etc.)
  • SEPA-Lastschriftmandat zum Einzug der KFZ-Steuer

Denken Sie daran, dass Sie Ihr Auto nicht ohne Fahrzeugschein, ohne Kfz-Brief oder ohne TÜV-Bescheinigung ummelden können.

Wenn Sie die Ummeldung nicht persönlich vornehmen können, besteht die Möglichkeit, eine Vollmacht auszustellen und der Person mitzugeben, die den Behördengang für Sie erledigt.

Welche Kosten fallen an?

Beim Ummelden des Autos entstehen Kosten, schließlich müssen die Papiere umgeschrieben und zum Teil neue Nummernschilder ausgegeben werden. Doch auch das vereinfachte Verfahren, das seit 2015 gilt, und unter anderem dazu geführt hat, dass man bei einem Umzug sein altes Nummernschild behalten kann, kostet leider relativ viel Geld.

Die Gebühren sind von Bundesland zu Bundesland verschieden. In der Regel müssen Sie beim Ummelden Ihres Autos mit einer Gebühr zwischen 20 und 30 Euro rechnen.

Kann man sein Kennzeichen behalten?

Mit der Einführung des vereinfachten Kfz-Zulassungsverfahrens im Jahre 2015 wurde der Wunsch vieler Autofahrer erfüllt, die beim Auto ummelden nach einem Umzug ihr Nummernschild behalten wollen. Vielen Autofahrern sind die Abkürzungen und Buchstabenkombinationen auf dem Kennzeichen wohl so ans Herz gewachsen, dass sie auf diese nicht mehr verzichten wollen.

Dass man auch nach dem Umzug sein Kennzeichen behalten darf, hat noch einen weiteren hübschen Nebeneffekt: Der Autofahrer spart dadurch rund 30 Euro, die sonst für das Ausstellen eines neuen Nummernschildes fällig gewesen wären.

Auto online zulassen: So funktioniert's

Ab sofort können Sie ihr Auto online zulassen. Das Projekt i-Kfz ermöglicht es, das Auto über ein Online-Portal anzumelden, umzuschreiben oder wiederzuzulassen.