Bosch hat auf der CES 2018 in Las Vegas ein mobiles Luftlabor für Smart Cities vorgestellt. Das System namens Climo soll Echtzeit-Daten zur Überwachung der Luftqualität in Städten liefern. Eine Auszeichnung gab es für den Klimakasten auch schon.

Feinstaub und Stickoxide führen in vielen Städten zu einer merklichen Verschlechterung der Luftqualität und stehen in Verbindung zu einer Reihe von gesundheitlichen Problemen. Doch bevor das Problem gelöst werden kann, muss es vielerorts erst einmal effizient und zuverlässig erkannt werden. Zu diesem Zweck hat Bosch ein mobiles Luftlabor entwickelt, das hundertmal kleiner und zehnmal kostengünstiger als bisherige Systeme arbeiten soll und speziell für den Einsatz in Smart Cities ausgerichtet wurde.

Mit Climo zu einem besseren Klima

Climo, so der Name des mobilen Luftlabors, ist eine echte Produktneuheit und soll zukünftig dazu führen, dass Städte schneller und effektiver Maßnahmen zur Verbesserung der Luftreinheit treffen können. Vorgestellt wurde das System nun auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas (9. bis 12. Januar 2018), wo es während der Messe auch gleich die Luftqualität der Spielerstadt in der Wüste Nevadas überwachte.

Auf Basis einer von Bosch zur Analyse der Luftqualität bereitgestellten IoT-Plattform (Internet of Things) können Städte Climo einfach via Cloud nutzen und die entsprechenden Daten abrufen. Wie der nordamerikanische Bosch-Chef Mike Mansuetti betont, soll mit der Entwicklung vor allem die Lebensqualität der Menschen in den Städten erhöht werden. Innovationen wie Climo könnten hier einen wichtigen Beitrag leisten.

Sensoren überwachen die Luftqualität

Bei Climo handelt es sich um ein Mikroklima-Monitoringsystem, das auf die Ermittlung und Übertragung von präzisen Messwerten bezüglich der Luftqualität programmiert ist. Für die Entwicklung zeichnet neben Bosch auch der Computerspezialist Intel verantwortlich. Mithilfe einer Reihe drahtloser Sensoren und einer speziellen Software soll so eine cloudbasierte Luftanalyse stattfinden. Insgesamt werden dabei zwölf Parameter untersucht, darunter Kohlendioxid und Stickoxid, Temperatur und relative Feuchtigkeit oder auch die Pollenkonzentration. Mit den ausgewerteten Daten könnten beispielsweise Asthmatiker oder Allergiker schneller und zuverlässiger erfahren, ob sie bestimmte Stadtteile an einem bestimmten Tag besser meiden sollten. Die gelieferten Daten könnten darüber hinaus auch für das Verkehrsmanagement genutzt werden.

Aufgrund der technischen Überlegenheit gegenüber bisherigen Lösungen in diesem Bereich wurde das System in Las Vegas bereits mit dem CES Honoree Innovation Award in der Kategorie "Smart Cities" ausgezeichnet.© 1&1 Mail & Media / CF