Wer wegen einer Reifenpanne nicht den kompletten Urlaub abbrechen will, sollte einige Vorbereitungen treffen. Mit einem vollwertigen Ersatzrad kann man sich zum Beispiel viel Geld und Ärger sparen.

Viele Neuwagen sind heute nicht mehr mit einem vollwertigen Ersatzrad ausgestattet. Für eine Reifenpanne in Deutschland reichen Notrad und Reparaturset in der Regel aus. Doch für Regionen, in denen die nächste Werkstatt oder Tankstelle nicht innerhalb der nächsten 50 Kilometer liegt, gilt das nicht mehr. Wer dann bei einer Reifenpanne kein Ersatzrad im Auto hat, könnte größere Probleme bekommen, die den gesamten Urlaub gefährden.

Reifenpannen werden immer seltener

Laut ADAC müssen Autofahrer im Schnitt alle 150.000 Kilometer mit einer Reifenpanne rechnen. Eine lange Strecke, weshalb das vollwertige Ersatzrad nach und nach aus modernen Autos verschwindet. Sein Gewicht belastet das Auto zu sehr und nach acht Jahren müsste es ohnehin ausgetauscht werden - in den meisten Fällen ungenutzt. Also haben heute viele Autos im Kofferraum nur noch ein Notrad oder gar ein Reparaturset, das ein Dichtmittel sowie einen Kompressor enthält.

Notrad und Dichtmittel halten nur eine begrenzte Strecke

Wer sich mit dem Auto auf eine längere Urlaubsreise begeben will, sollte vorsichtshalber trotzdem ein vollwertiges Ersatzrad in den Kofferraum packen. Denn üblicherweise hält ein Notrad oder ein mit Dichtmittel geflickter Reifen nicht viel länger als 50 Kilometer. In abgelegenen Regionen bedeutet das, dass nach einer Reifenpanne möglicherweise nicht einmal die nächste Werkstatt angefahren werden kann. Außerdem dürfen Sie mit einem geflickten Reifen oder dem Notrad in der Regel nicht schneller als 80 km/h fahren.

Was, wenn kein Ersatz zu beschaffen ist?

Ärgerlich ist es auch, wenn man mit dem Notrad zwar eine Werkstatt erreicht, dort jedoch kein passender Ersatzreifen für das Fahrzeug vorhanden ist. Dann kann es schnell teuer werden. Nicht nur die Kosten für den neuen Reifen, der erst bestellt werden muss, auch die Wartezeit im Hotelzimmer belastet die Urlaubskasse unvorhergesehen und unnötig. Außerdem ist das Verhandeln über den Preis der Reparatur in einer fremden Sprache ein Urlaubserlebnis, auf das man gerne verzichten kann.

Der Platz für das Ersatzrad ist vorhanden

Experten raten deshalb, für eine Fahrt in Regionen mit schlechter Infrastruktur ein Ersatzrad mitzunehmen. Der Platz dafür ist in den meisten Fahrzeugen noch vorhanden. Achten Sie aber darauf, dass der Ersatzreifen nicht älter als zehn Jahre und korrekt aufgepumpt ist. Die entsprechende Angabe finden Sie in der Bedienungsanleitung Ihres Autos. Und denken Sie an das nötige Werkzeug zum Montieren, also einen Wagenheber und ein Radkreuz. Dann sind Sie im Falle einer Reifenpanne auf der sicheren Seite.  © 1&1 Mail & Media / CF

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