Mit dem Rad kurz durch die Fußgängerzone fahren? Ist das erlaubt? Generell gilt die Regel: Absteigen und schieben. Wer das nicht tut, riskiert ein Bußgeld. Auch, wenn man das Fahrrad als Roller nutzt.

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Der Name verrät es schon: In der Fußgängerzone darf man nur gehen und laufen. Fahrradfahrer müssen von ihrem Rad absteigen, sonst droht ein Bußgeld. Das Fahren mit dem Fahrrad ist nicht erlaubt.

Wann ist Radfahren in der Fußgängerzone erlaubt?

Und selbst wenn Fahrzeugverkehr sogar gestattet ist, darf der nicht schneller als erlaubt unterwegs sein. Das zeigt ein Urteil des Amtsgerichts München (Az.: 912 OWi 416 Js 133752/19). Darüber berichtet die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

Ein Mann nutzte in einer Fußgängerzone sein Fahrrad als Roller. Dort war zwar Fahrzeugverkehr erlaubt, aber nur mit Schrittgeschwindigkeit. Mit dem rechten Fuß blieb der Mann auf dem linken Pedal stehen und stieß sich mit dem linken Fuß ab. Das beobachtete eine Polizistin und hielt den Roller-Radler an. Dieser war zum einen der Meinung, nicht schneller als die Fußgänger gewesen zu sein. Und er meinte, das Rad legitim als Roller nutzen zu dürfen. So weigerte er sich, das Bußgeld zu zahlen.

Die Sache ging vor Gericht - ohne Erfolg für den Radler. Die Polizistin hatte den Mann auf einer längeren Strecke beobachtet, wie er Fußgänger überholte. Diese liefen im normalen Tempo. Daher sei er schneller als Schrittgeschwindigkeit unterwegs gewesen, so ihre Aussage. Zudem stellt das sogenannte Fahrradrollern nach Ansicht des Gerichts ein Führen eines Fahrrads dar. Der Mann wurde zu 15 Euro Geldbuße verurteilt. (ncz/dpa)

Unfallforscher: Radfahrer verursachen immer mehr Unfälle

Auf Deutschlands Radwegen wird es mit steigender Beliebtheit von Fahrrad und E-Bike offensichtlich immer enger und gefährlicher. Die Zahl der von Radlern verursachten Unfälle ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen, wie die Unfallforscher der Allianz in einem Langzeitvergleich der Unfalldaten des Statistischen Bundesamts analysiert haben. Auffällig ist dabei vor allem, wie stark die Zahl der Kollisionen von Radfahrern untereinander zugenommen hat.