Überraschung im Vatikan: Sportwagenhersteller Lamborghini beschenkt Papst Franziskus mit einer Huracán-Spezialedition. Doch der V10-Sportwagen wird nicht etwa zum neuen Dienstwagen seiner Heiligkeit, sondern soll für einen guten Zweck versteigert werden. Eine kleine Besonderheit des Autos könnte den Preis steil nach oben treiben.

Wenn es um Autos geht, ist Papst Franziskus meist bescheiden: Mal sieht man ihn aus einem älteren Ford aussteigen, mal lässt er sich in einem Kleinwagen von Fiat durch die Stadt kutschieren. Umso erstaunlicher ist es, dass man das katholische Kirchenoberhaupt jetzt mit einem nagelneuen Lamborghini Huracán abgelichtet hat. Schneeweiß und mit passenden goldenen Zierstreifen steht das 580 PS starke Huracán RWD Coupé auf einem Platz im Vatikan und wird von Franziskus begutachtet. Aber was steckt hinter diesen Bildern?

Bitte keinen Lamborghini: Papst Franziskus verzichtet

Der Sportwagenhersteller aus Sant'Agata Bolognese hat dem Papst das Auto geschenkt. Die Sonderversion des über 320 km/h schnellen Renners ist nicht nur in den Farben der Vatikan-Flagge lackiert – "Bianco Monocerus" (weiß) und "Giallo Tiberino" (gelb). Im Beisein von Managern des Autoherstellers hat Franziskus auf dem Auto sogar unterschrieben und segnete das Fahrzeug sogleich – damit dürfte der Bolide ein Vielfaches vom Listenpreis in Höhe von etwa 183.000 Euro wert sein.

Ein Umstand, der dem Papst nur recht sein kann: Denn behalten will er den schnellen Schlitten nicht. Das Auto wird auf Wunsch des Argentiniers am 12. Mai 2018 vom Auktionshaus RM Sotheby’s versteigert. Der Erlös wird direkt an den Heiligen Vater gespendet, der das gesamte Geld an mehrere Wohltätigkeitsorganisationen übergeben wird. Die Projekte helfen etwa im Exil lebenden Christen aus dem Irak bei der Rückkehr in ihre Heimat und kümmern sich um Opfer von Menschenhandel in Italien.

Huracán dürfte Sammlerobjekt werden

Der Lamborghini Huracán RWD für den Papst ist von der Lamborghini-Personalisierungsabteilung "Ad Personam" in aufwendiger Handarbeit angefertigt worden. Während die Optik des Sportwagens einmalig ist, bleibt unter dem Blechkleid alles beim Alten: Der 5,2 Liter große V10-Motor leistet 580 PS und mobilisiert ein maximales Drehmoment von 540 Newtonmetern. Weitergeleitet wird die Power an ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Der heckgetriebene Zweisitzer ist damit imstande, in nur 3,4 Sekunden auf Tempo 100 zu beschleunigen.  © 1&1 Mail & Media / CF