Automatische Getriebe liegen im Trend. Zunehmend werden Oberklasse- und Premiummodelle sogar nur noch mit Automatik ausgeliefert. Doch auch hier gibt es verschiedene Arten – mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen.

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Vor 20 und mehr Jahren war die Unterscheidung zwischen Schalt- und Automatikgetriebe noch einfach. Wer sportlich fahren wollte, griff zur handgerissenen Variante.

Denn mit der konnten halbwegs geschickte Fahrer stets schneller schalten und gezielt den leistungsstärksten Drehzahlbereich wählen. Zur Automatik griff, wer das Schalten lästig fand und einen Mehrverbrauch in Kauf nahm.

Doch die Zeiten haben sich geändert. Heute schaltet manche Automatik schneller als jeder noch so versierte Fahrer – und sorgt sogar für einen geringeren Verbrauch als beim Schaltauto. Wo aber liegen beim aktuellen Stand der Technik genau die Vor- und Nachteile von manuellen und automatischen Getrieben?

Manuelle Schaltung mit Kostenvorteil

Ein großer Vorteil des manuellen Getriebes ist häufig der Preis. Der beträgt null Euro – gemeint ist natürlich, dass ein manuelles Getriebe in der Regel keinen Aufpreis erfordert. Denn die Handschaltung ist im Vergleich zu Automatiken vergleichsweise klein und einfach aufgebaut. Sie erzeugt keinen Mehrverbrauch und ermöglicht durch ihren hohen Wirkungsgrad gute Fahrleistungen.

Die Einschätzung des Schaltens selbst ist Ansichtssache. Wer gerne fährt, mag oft die direkte Kontrolle über den Antrieb. Andere Fahrer finden das andauernde Kuppeln und Schalten lästig. Ein objektiver Nachteil der manuellen Schaltung liegt in der Zugkraftunterbrechung während des Schaltvorgangs. 68 Prozent der Pkw in Europa haben übrigens ein Schaltgetriebe.

Automatisiertes Getriebe preisgünstig, aber langsam

Ein Mittelding zwischen Handschaltung und Automatik ist das automatisierte Schaltgetriebe. Es ähnelt technisch der Handschaltung, doch erfolgt das Kuppeln automatisch. Der Aufpreis beträgt meist nur einige Hundert Euro. Der große Nachteil liegt in den langen Schaltpausen. Die drücken besonders bei leistungsschwachen Kleinwagen auf die Fahrleistungen. Deswegen können sich nur drei Prozent der Käufer für die Schaltung erwärmen.

Gewöhnungsbedürftiges CVT-Getriebe

Das stufenlose Getriebe hat große Vorteile. Durch seine variable Übersetzung kann der Motor immer im optimalen Drehzahlbereich arbeiten. Das ist gut für hohe Leistung und einen niedrigen Verbrauch. Schaltpausen kennt dieses Getriebe auch nicht. Befremdlich fühlt es sich jedoch an, dass die Motordrehzahl von der Geschwindigkeit entkoppelt ist. Unangenehm finden es die meisten Fahrer, dass der Motor beim Start auf eine hohe Drehzahl emporschnellt und beim Anfahren dort verharrt. Wegen dieser Eigenheiten können sich nur zwei Prozent der Fahrer mit dem CVT-Getriebe anfreunden. Preislich liegt es mit etwa 1.000 Euro Zusatzkosten im mittleren Bereich.

Beliebte Wandlerautomatik

Das Automatikgetriebe mit Drehmomentwandler wird seit Jahrzehnten verbaut. Es erfreut durch sanfte Gangwechsel ohne Schaltunterbrechung, weist allerdings einen leichten Mehrverbrauch auf. Weil es das Drehmoment immer hoch hält, eignet es sich gut für den Anhängerbetrieb. Neue Ausführungen in hochklassigen Autos haben bis zu zehn Gänge. Durch seine aufwendige Bauweise ist es mit Preisen um 2.000 Euro eine der teuersten Automatiken. Dennoch hat die Wandlerautomatik mit 17 Prozentpunkten in Europa den mit Abstand höchsten Marktanteil von allen Automatikgetrieben.

Doppelte Kupplung für mehr Fahrfreude

Wer am sportlichen Potenzial von Automatiken zweifelt, braucht sich nur das Doppelkupplungsgetriebe anzuschauen. Selbst Sportwagenhersteller wie Ferrari und Porsche setzen immer stärker auf diese Bauart. Die entscheidenden Vorteile sind die sehr kurzen und kaum spürbaren Schaltvorgänge sowie die Kraftübertragung ohne Zugkraftunterbrechung und Mehrverbrauch. Durch die aufwendige Bauart ist es zu Aufpreisen um 1.500 Euro die zweitteuerste Automatik. Mit über zehn Prozentpunkten hat es den zweitgrößten Marktanteil aller Automatikgetriebe.  © 1&1 Mail & Media / CF

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