Die Mär vom günstigen kleinen Elektroauto kann der Honda e nicht erzählen. Aktuell rufen die Japaner für den 3,89 Meter langen Retro-Stromer mindestens 40.000 Euro auf. Ein stattliches Gebot für ein Fahrzeug, das sich mit einer maximalen WLTP-Reichweite von 210 Kilometer nicht unbedingt als automobiler Allrounder qualifiziert. Die Kombination aus gefälliger Optik, Hinterradantrieb und 154 PS hat dem Honda e in Deutschland seit seiner Einführung lediglich 3.142 Kunden beschert. Im laufenden Jahr wurden hierzulande nur 82 Exemplare verkauft (Stand Juli 2023).

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Der Plan sind SUV-Modelle

Insofern ist die Trauer um ein Ende des Modells hausgemacht. Trotzdem – sympathisch war der Honda e vom Fleck weg, seit auf dem Genfer Autosalon 2019 das Tuch vom ersten Entwurf gezogen wurde. Es ist allerdings nicht nur so, dass Honda keinen Nachfolger für dieses Auto plant – die Japaner bauen überhaupt keinen elektrischen Kleinwagen mehr. Stattdessen stehen, wenig überraschend, SUVs auf dem Programm.

Einen Vorwurf kann man Honda da nicht machen. Schließlich muss ein Unternehmen profitabel sein und welchen Sinn hätte es, die Trends des Marktes zu ignorieren? Der Fokus des Herstellers liegt für den Moment auf dem bereits bestellbaren E-Kompakt-SUV mit dem sperrigen Namen e:Ny1.

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Das bedeutet nun nicht, dass der Honda e direkt eingestampft wird. Ein offizielles End-Datum haben ihm die Verantwortlichen noch nicht unter den Scheibenwischer geklemmt. Sicher ist nur: Es wird keinen Nachfolger geben. Einen Überblick über die Elektro-Strategie von Honda bis 2030 gibt unsere Fotoshow oben im Artikel.  © auto motor und sport

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