Weitestgehend unaufgeregt, wenn gewünscht aber auch irre schnell – so präsentiert sich der S3 im Alltag. Bei den Kosten fällt der sportliche Kompakte allerdings teilweise aus dem Rahmen. Zumindest, wenn man auf den hohen Grundpreis von mindestens 53.511 Euro blickt. Im Alltag zeigt er sich zurückhaltender.

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Unser Testverbrauch

8,6 Liter Super Plus pro 100 Kilometer liefen im Testmittel durch die vier Brennkammern des Zweiliter-Turbos. Und damit exakt ein halber Liter mehr als in der WLTP-zertifizierten Werksangabe (NEFZ: 7,4 l/100 km). Für die gleiche Distanz belaufen sich die Kosten somit auf 16,34 Euro. In Anbetracht von Leistung (310 PS), Leergewicht (1.550 kg) und den sportlichen Ambitionen annehmbare Werte. Zumal sich der Verbrauch sogar auf unter sieben Liter drücken, die Kosten demnach auf 12,92 senken ließen – wie die sparsam gefahrene, 275 km langen Eco-Runde offenbart.


Wer es drauf anlegt, kann den Verbrauch natürlich auch in die Höhe treiben. Bei der sportlich gefahrenen Verbrauchsmessung genehmigt sich der S3 10,7 l/100 km, wofür an der Tankstelle 20,33 Euro fällig wären. Der Pendlerverbrauch entspricht exakt dem Gesamt-Durchschnittsverbrauch.

Monatliche Unterhaltskosten

Zusätzlich zu den Spritkosten kommen noch die jährliche Kfz-Steuer – hier 238 Euro – und mindestens die Haftpflichtversicherung mit 374 Euro pro Jahr hinzu. Eine Teilkasko-Versicherung kostet weitere 198 Euro, der Vollkaskoschutz schlägt mit 735 Euro zu Buche. Wer pro Jahr 15.000 Kilometer unterwegs ist, muss mit monatlichen Kosten von 312 Euro rechnen (exklusive des Wertverlustes). Bei 30.000 Kilometern jährlicher Fahrleistung steigt der Betrag auf 561 Euro an.

So wird getestet

Der auto motor und sport-Testverbrauch setzt sich aus drei unterschiedlich gewichteten Verbrauchsfahrten zusammen. 70 Prozent macht der sogenannte "Pendler-Verbrauch" aus. Dabei handelt es sich um eine Fahrt vom Wohnort zum Arbeitsplatz, die im Schnitt 21 Kilometer misst. Mit 15 Prozent geht eine besonders sparsam gefahrene ca. 275 Kilometer lange Eco-Runde in die Wertung ein. Die übrigen 15 Prozent entfallen auf die Sportfahrer-Runde. Die Länge gleicht in etwa der Eco-Runde, die Routenführung enthält aber einen größeren Autobahn-Anteil und damit im Schnitt höhere Geschwindigkeiten. Die Berechnungsgrundlage für die Kraftstoffkosten bildet immer die Preisangabe des Portals "mehr Tanken" vom Tag der Artikel-Erstellung.

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Die monatlichen Unterhaltskosten enthalten Wartung, Verschleißteilkosten und Kfz-Steuern bei einer angenommenen Jahresfahrleistung von 15.000 und 30.000 Kilometern ohne Wertverlust. Grundlage der Berechnung sind der Test-Verbrauch, eine dreijährige Haltedauer, Schadenfreiheitsklasse SF12 für Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung bei der Allianz inklusive Vergünstigungen für Garagenparker und die Beschränkung auf bestimmte Fahrer (nicht unter 21). SF12 beutet bei der Allianz einen Rabattsatz von 34 Prozent für die Haftpflicht und 28 Prozent für die Vollkasko.  © auto motor und sport

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