Ein Fiat an der Spitze der deutschen Neuzulassungs-Charts – wann hat es das zuletzt gegeben? Wir können uns nicht erinnern, doch haben durchaus auf dem Schirm, dass es vor nicht allzu langer Zeit schon mal sehr eng war: Im November 2022 kam der VW Golf nur ganz knapp, nämlich mit 166 Neuzulassungen Vorsprung, vor dem Fiat 500 ins Ziel. Nun hat der kleine Italiener den Spieß umgedreht und den ewigen Bestseller endlich hinter sich gelassen. Und das souverän mit einem Plus von 331 Neuzulassungen, wenn auch auf insgesamt niedrigerer Zahlenbasis.

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Den Erfolg des Cinquecento hat übrigens nicht nur dessen Elektro-Version zu verantworten. Während im Oktober lediglich 1.760 Exemplare des Fiat 500E erstmals in den deutschen Straßenverkehr gebracht wurde, vereinen die Verbrenner-Varianten inklusive 500X die restlichen 3.641 Neuzulassungen auf sich.

VW-Quartett jagt Fiat

Während der kleine Fiat vorausfährt, spürt er den heißen Atem von gleich vier Wolfsburger Jägern an seinem Heck (siehe Tabelle am Artikelende). Neben dem bereits erwähnten Golf auf Platz zwei sind das der Passat, der T-Roc und der Tiguan, die die Positionen drei bis fünf belegen. Im Falle des Passat und des Tiguan kommen die guten Zahlen etwas überraschend, schließlich stehen bei beiden Baureihen Generationenwechsel direkt bevor. Möglicherweise schönen hier Eigenzulassungen, Rabatte und ähnliche Sonderaktionen für Flottenbetreiber das Ergebnis. Sogar für Passat-Verhältnisse ist der Anteil gewerblicher Neuzulassungen beim Mittelklasse-Klassiker mit 97,7 Prozent extrem hoch.

Weitere Erfolgsstorys werden im Mittelfeld geschrieben. Zum Beispiel vom Skoda Enyaq, der aus dem Nichts auf Platz 17 in der Gesamtwertung und damit an die Spitze aller Elektroautos springt. Knapp dahinter sortieren sich mit dem Mercedes GLA, Dacia Sandero und BMW 4er Modelle ein, die im September noch am hinteren Ende der Top-50-Tabelle herum krebsten. Erwähnenswert ist ferner der MG 4 auf Rang 37, denn ein chinesisches Modell – noch dazu ein elektrisch angetriebenes – ist noch immer ein seltener Gast in diesem Ranking.

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Model Y mit dem Absturz des Monats

Klarer Verlierer des Berichtsmonats Oktober ist das Tesla Model Y. Im September noch auf Platz sieben geführt, erfolgte einen Monat später der Sturz hinunter auf Position 40. Im Vergleich dazu können sich dahinter platzierte Modelle wie der Seat Ateca (von Rang 25 auf 55), Audi Q5 (von 22 auf 44) oder Opel Grandland X (von 30 auf 48) noch recht glücklich schätzen: Ihre Verluste fielen im Vergleich zum Vormonat nicht gar so heftig aus wie beim amerikanischen Elektro-SUV.  © auto motor und sport

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