Falschfahrer sind statistisch zwar relativ selten, allerdings bedeuten sie höchste Lebensgefahr. Doch wie muss man sich verhalten, wenn im Radio ein Geisterfahrer gemeldet wird? Und was ist zu tun, wenn man selbst versehentlich in die falsche Richtung fährt?

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Achtung, Ihnen kommt ein Geisterfahrer entgegen. Wer per Verkehrsfunk oder App so eine Meldung bekommt, sollte zwar Ruhe bewahren, aber konsequent handeln. Falls noch nicht geschehen, Radio und Verkehrsfunk einstellen, Warnblinkanlage einschalten und das Tempo kontrolliert rausnehmen, rät der Auto Club Europa (ACE).

Weitere Schritte: mehr Abstand halten, nicht mehr überholen, äußert rechts fahren, falls nötig, dazu auf die rechte Spur wechseln. Um bei Gefahr dorthin ausweichen zu können, hält man den Seitenstreifen im Blick. Am nächsten Park- oder Rastplatz halten Autofahrer dann an oder nehmen die nächste Abfahrt, bis Entwarnung kommt.

Geisterfahrer sollten nie versuchen zu wenden

Wer selbst versehentlich falsch auf die Autobahn auffährt und zum Geisterfahrer wird, stellt sofort Licht und Warnblinker an, um auf sich aufmerksam zu machen und reduziert die Geschwindigkeit.

Wenn es möglich ist, auf den Standstreifen fahren und stoppen und mit Warnweste hinter der Leitplanke den Notruf wählen. Nie versuchen, mit dem Auto zu wenden oder rückwärts zur Ausfahrt zu fahren.

Laut Schätzungen des ACE werden auf deutschen Autobahnen 2.000 Falschfahrten im Jahr gemeldet. Neuralgische Punkte für falsches Auffahren sind oft Zufahrten auf die Autobahn, Autobahnkreuze und Rastplätze.

Wer selbst einen Geisterfahrer entdeckt, ruft sofort die Polizei und gibt die Position durch. Nie selbst versuchen, den Falschfahrer anzuhalten, warnt der ACE. (ff/dpa)

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