Im Rahmen der Oldtimer-Messe Rétromobile in Paris war die Versteigerung der Baillon-Sammlung, die erst im vergangenen September in einer verlassenen Scheune gefunden wurde, der Höhepunkt. Die teils gänzlich verrotteten Karossen brachten dennoch rund 25 Millionen Euro ein.

Im September 2014 wurde auf einem verlassenen Bauernhof in Frankreich eine Entdeckung gemacht, die für Liebhaber alter Automobilschätze wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen war. 59 teils extrem seltene Oldtimer-Raritäten konnten geborgen werden und wurden jetzt bei einer Versteigerung des Auktionshauses Artcurial für einen Gesamtwert von rund 25 Millionen Euro veräußert. Den Rekordwert erzielte dabei ein Ferrari 250 GT California Spyder SWB, der einst dem Schauspieler Alain Delon gehörte. Dem neuen Besitzer war der Ferrari sagenhafte 16,3 Millionen Euro wert.

Rekordwerte für Baillon-Sammlung

Ursprünglich waren die 59 Oldtimer im Besitz des französischen Unternehmers Roger Baillon, der einst vorhatte, ein Museum mit den Fahrzeugen zu eröffnen. Dazu kam es aber nie. Insgesamt 58 der Blechschätze wurden deutlich über ihrem Einstiegpreis verkauft, teilte Artcurial mit. Insgesamt hatten sich 1.600 Bieter für das Mega-Event registriert. Die Käufer der seltenen Exemplare wie auch die weiteren Gebote blieben aber bisher geheim.

Nach der Baillon-Auktion wurden zudem noch weitere 113 Oldtimer-Schätze von Artcurial versteigert. Auch hier schafften es drei Exemplare über die Marke von einer Million Euro. So kam ein Ferrari 275 GTB Berlinetta von 1966 für 1,9 Millionen Euro unter den Hammer, ein Mercedes-Benz 380 K Cabriolet von 1938 brachte es auf 1,4 Millionen Euro und ein extrem seltener Bizzarrini 5300 GT Strada von 1968 kam auf den Modell-Rekordpreis von 1,2 Millionen Euro.  © 1&1 Mail & Media / CF