Dyson, bekannt für seine beutellosen Staubsauger, will schon bald Elektroautos auf den Markt bringen. Das erste Modell könnte bereits Ende 2019 erhältlich sein. Wie jetzt bekannt wurde, plant Dyson neben einem Einstiegsmodell nun auch ein zweites und drittes E-Auto.

Seit letztem Jahr ist bekannt, dass Dyson in den Markt für Elektroautos einsteigen will. "Radikal anders" solle das Auto werden, so Firmengründer James Dyson gegenüber der britischen Zeitung "Guardian", ohne Details zu nennen. Aus Einzelheiten kommender Produkte macht Dyson ein ebensolches Geheimnis wie Apple bei seinen iPhones. Offiziell bekannt ist nur, dass am Firmenstandort Malmesbury über 400 Mitarbeiter mit der Entwicklung des ersten Dyson-Elektroautos beschäftigt sind. Genügend Geld scheint vorhanden: Nach eigenen Angaben investiert Dyson rund zwei Milliarden Pfund (2,3 Milliarden Euro) in die Entwicklung und Produktion des ersten Elektrofahrzeugs.

Drei E-Auto-Modelle geplant

Inzwischen sind durch den Bericht des "Guardian" weitere Details zu den Planungen von Dyson bekannt geworden. Das erste Modell soll ein Premiummodell werden, aber ausdrücklich kein Sportwagen. Erste Skizzen deuten darauf hin, dass Dyson ein avantgardistisch konzipiertes Fahrzeug vorstellen wird. Das Modell diene wesentlich dazu, Erfahrungen bei der Automontage zu sammeln und Beziehungen zu Zulieferern zu etablieren. Die Stückzahl des E-Autos soll deshalb auch unter 10.000 Einheiten liegen. Den Markteintritt plane Dyson demnach voraussichtlich noch vor dem Jahr 2020 - danach sollen zwei weitere E-Modelle folgen.

Bald Dyson-Autos mit Feststoffbatterien?

Das Interesse an Dysons Autoplänen rührt auch daher, dass das Unternehmen stark auf Feststoffbatterien setzt, um größere Reichweiten als bisher zu erzielen. Hierfür nutzt Dyson das Know-how des US-amerikanischen Spezialherstellers Sakti3, den Dyson 2015 übernommen hat. Zur Zeit der Übernahme war Sakti3 angeblich kurz davor, Festkörperakkus zu produzieren – das könnte Dyson einen wichtigen Vorsprung im Markt der Elektromobile verschaffen.

Einem Bericht des britischen Automagazins "Autocar" zufolge, wurde aber inzwischen bekannt, dass Dyson das erste Elektroauto entgegen ursprünglicher Pläne noch mit konventionellen Lithium-Ionen-Akkus anbieten will. Erst die beiden Folgemodelle sollen die neuen Akkus erhalten.

Produktion der Dyson-Autos wahrscheinlich in Asien

Dyson hat bisher keine direkte Aussage getätigt, wo die Herstellung erfolgen soll. Laut "Autocar" spricht aber Vieles für einen Standort in Asien. Die Batterieherstellung wird aller Voraussicht nach hier stattfinden. Außerdem würde die Nähe zu Zulieferern eine Produktion hier wahrscheinlich machen. Dyson hat schon mit seinen Haushaltsgeräten einen großen Marktanteil in China, sieht dort einen großen Absatzmarkt für seine Elektroautos. Der Entwicklungsstandort soll dagegen weiterhin in der südenglischen Kleinstadt Malmesbury bleiben.  © 1&1 Mail & Media / CF