Alle Jahre wieder muss der Wagen zur Hauptuntersuchung. Was für den Autobesitzer vielleicht nur ein Schönheitsmakel oder allenfalls ein kleiner Defekt ist, kann den TÜV-Prüfer zur Weißglut bringen.

Bei manchen Mängeln am Auto kennt der TÜV keine Gnade und lässt den Wagen ohne mit der Wimper zu zucken durchfallen. Besonders kritisch sind die Prüfer bei sicherheitsrelevanten Bauteilen, zu denen die Bremsen und die Beleuchtung zählen. Die Prüfer bestrafen aber auch knallhart kleinere Missstände, von denen vielleicht viele Autofahrer annehmen, dass diese nicht so gravierend seien.

Hauptuntersuchung: Kleine Mängel, große Auswirkungen

Zu solch kleineren Mängeln zählen fehlerhaft aufblickende Kontrolllämpchen am Armaturenbrett. Schauen Sie vor der Hauptuntersuchung gewissenhaft, ob beispielsweise die ABS-Leuchte permanent aufblinkt. Wichtig ist es auch, dass alle Lampen gleich hell sind - überaus strenge Prüfer fahnden selbst so etwas.

Beliebte Durchfallkriterien beim TÜV sind auch nicht einwandfrei funktionierende Gurte und eingerissene Scheibenwischerblätter. Bei den Gurten ist wichtig, dass sich diese problemlos von alleine einrollen. Unerlässlich ist ebenso ein neuer Verbandskasten inklusive Schutzhandschuhe und Rettungsdecke, sofern das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Auch das Warndreieck darf auf keinen Fall fehlen. Ab dem 1. Juli 2013 ist es zudem Pflicht, dass Autofahrer einer Schutzweste im Auto mitführen.

Reifen, Auspuff und Unterboden kontrollieren

Im Vorfeld der Hauptuntersuchung sollten Sie zudem die Reifen und den Auspuff Ihres Wagens kontrollieren. Bei den Reifen schauen die TÜV-Prüfer nicht nur auf das Profil und dessen Tiefe, sondern auch auf den Luftdruck.

Häufige kritische Mängel, der nicht auf Anhieb vom Autobesitzer als erkannt werden, sind weiterhin eine verrostete Auspuffanlage, Rostbildungen am Unterboden und andere Korrosionsschäden an Rahmen oder anderen tragenden Teilen. Solche Schäden müssen Sie ebenfalls zwingend vor der Prüfung ausbessern lassen.  © 1&1 Mail & Media/ContentFleet