Der Frühling naht, die Bikersaison ist eröffnet - für Motorradfahrer und Autofahrer bedeutet das allerdings auch wieder erhöhte Aufmerksamkeit, um schwere oder tödliche Unfälle auf der Straße zu vermeiden.

So schön die ersten Sonnenstrahlen und der Beginn der Bikersaison auch sind, jedes Jahr erhöht sich im Frühling die Anzahl schwerer Unfälle zwischen Motorrädern und Autos. Zwar haben in den letzten Jahren vor allem die Motorradhersteller viel daran gesetzt, die Fahrwerke der Maschinen zu verbessern, die Beleuchtung zu optimieren und den Bremsweg der Zweiräder zu verkürzen, trotzdem bleibt Motorrad fahren ein sehr riskantes Hobby. Nicht selten passiert es, dass ein Autofahrer ein heranbrausendes Zweirad übersieht. Manche Biker hingegen bringen sich und andere Verkehrsteilnehmer mit waghalsigen Manövern in Lebensgefahr. Dazu, dass die Begegnung zwischen Auto und Motorrad keine schwerwiegenden Folgen hat, können allerdings beide Fahrteilnehmer ihren Beitrag leisten.

Was können Autofahrer tun?

Grundsätzlich gilt für Autofahrer: Unterschätzen Sie niemals das Tempo eines Motorrads. Sind Sie sich nicht sicher, wie schnell das Zweirad auf Sie zukommt, bleiben Sie lieber stehen oder stellen Sie sicher, dass der Motorradfahrer genügend Spielraum zum Ausweichen hat. Vor allem beim Abbiegen sollten Sie sich vergewissern, ob wirklich keine schmale Silhouette eines Biker zu sehen ist - dies gilt besonders bei schwierigen Lichtverhältnissen.

Passen Sie auch Ihre Fahrweise entsprechend an. Das heißt: Bei Wendemanövern oder Spurwechseln sollten Sie besonders aufmerksam sein. Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf Ihre Rück- und Außenspiegel. Nutzen Sie den Schulterblick, um keinen Motorradfahrer im toten Winkel zu übersehen. Besonders wichtig sind auch frühzeitige Blinkzeichen, wenn Sie abbiegen. So geben Sie den Bikern mehr Reaktionszeit und riskieren keine spontanen Überholmanöver. Vermeiden Sie unbedingt plötzliche Spurwechsel und achten Sie darauf, dass Sie Kurven und damit die Spur eines Bikers nicht schneiden.

Was Autofahrer nach der Zeitumstellung beachten sollten.

Was können Motorradfahrer tun?

Für Motorradfahrer gilt genauso wie für Autofahrer: Fahren Sie besonders umsichtig. Vertrauen Sie niemals auf die eigene Vorfahrt, schon gar nicht, wenn die Fahrsituation unübersichtlich ist. Passen Sie daher auch immer Ihre Geschwindigkeit an und bedenken Sie den Bremsweg Ihrer Maschine. Fahren Sie vorausschauend und seien Sie jederzeit bremsbereit. Achten Sie darauf, dass Sie für den Autofahrer sichtbar sind - das bedeutet auch nicht im toten Winkel auf die nächste Überholmöglichkeit zu lauern.

Sie sollten sich außerdem immer im Klaren darüber sein, dass andere Verkehrsteilnehmer Sie schneller übersehen können. Achten Sie daher auch auf Sichthindernisse, wie Hecken oder Zäune, durch die Sie erst spät zu sehen sind. Ignorieren Sie keine Blinksignale und denken Sie beim Überholen einer Kolonne immer daran, dass jederzeit auch ein Auto aus der Mitte ausscheren könnte. Wird ein Auto langsamer oder fährt es auf eine Kreuzung zu, rechnen Sie stets damit, dass der Autofahrer auch ohne blinken abbiegen könnte.

Besonders in Kurven sollten Sie ausreichend Abstand zum Mittelstreifen halten, um jederzeit genügend Zeit zum Reagieren zu haben. Und zu guter Letzt: Verzichten Sie nie auf eine vollwertige Motorradschutzbekleidung!  © 1&1 Mail & Media / CF