Wer mit dem Auto in den Urlaub fahren und die Fahrräder mitnehmen möchte, nutzt dafür gewöhnlich einen Fahrradträger - entweder auf dem Dach oder am Heck. Beim Beladen der Drahtesel sollten Sie allerdings unbedingt auf ein paar Dinge achten.

Ob für einen kurzen Tagestrip oder einen längeren Urlaub - viele Autofahrer möchten ihre Fahrräder mit in die Ferien nehmen. Doch so schön das auch klingt, bei dem Transport der guten Stücke gilt es, so einiges zu beachten. Zum einen sollten Sie sich für das passende Haltesystem entscheiden, zum anderen sollten die Fahrräder fachgerecht befestigt werden, damit keine weiteren Verkehrsteilnehmer gefährdet werden.

Das Dachträgersystem

Der Klassiker ist sicherlich nach wie vor der Dachträger. Die meisten Systeme bauen auf der Dachreling auf. Wer eine Auto ohne diese hat, muss meist nach dem passenden System des Fahrzeugherstellers Ausschau halten und das kann wiederum teuer werden. Ein Nachteil besonders für kleinere Menschen ist, dass die Räder auf das Dach rauf und wieder runter gewuchtet werden müssen. Um das zu umgehen, bietet einige Hersteller bereits Dachträger an, die über einen schwenkbaren Arm verfügen, mit dessen Hilfe die Räder bequem auf- und abgeladen werden können. Der Vorteil, wenn die Räder auf dem Dach sind: Die Sicht nach hinten wird nicht behindert und die Heckklappe kann jederzeit problemlos geöffnet werden.

Wichtig: Durch den erhöhten Schwerpunkt ändert sich auch das Fahrverhalten. Das Auto ist unter anderem bei starkem Seitenwind anfälliger, die meisten Hersteller raten zudem zu einem moderaten Tempo (bis 130 km/h). Außerdem eignet sich der Transport nur bedingt für schwere E-Bikes. Hier sollte vorher in den Fahrzeugpapieren nach der zulässigen Dachlast geschaut werden.

Fahrradträger auf der Anhängerkupplung

Sehr häufig genutzt werden auch Trägersysteme, die auf der Anhängerkupplung befestigt werden. Die Vorteile: Das System ist schnell angebracht und die Räder können leicht und ohne großen Kraftaufwand aufgestellt und befestigt werden. Durch den Abstand zum Fahrzeug laufen Sie außerdem nicht Gefahr, den Autolack zu zerkratzen.

Wichtig: Wer noch bequem die Heckklappe öffnen möchte, sollte sich nach klappbaren Systemen umschauen, ansonsten ist die Nutzung des Kofferraums stark eingeschränkt. Außerdem kann die Sicht nach hinten beeinflusst werden. Achten Sie darüber hinaus unbedingt auf ein hochwertiges Modell, das stabil ist. Hierzu bietet es sich an, sich entsprechende Testberichte (beispielsweise bei Automobilclubs) einzuholen. Ebenfalls auf dem Schirm haben sollten Sie zudem die zulässige Stützlast, die zusätzliche Länge Ihres Fahrzeugs und die Tatsache, dass beispielsweise Einparkhilfen praktisch nutzlos werden.

Der Heckklappenträger

Heckklappengepäckträger werden wie der Name schon sagt auf der Heckklappe montiert. Hierbei ist vor allem darauf zu achten, dass der Autolack nicht verkratzt wird. Generell lässt sich nach dem Beladen der Kofferraum nur noch schwer oder gar nicht nutzen. Dafür sind die meisten Systeme allerdings relativ günstig.

Wichtig: Billig-Systeme haben, wie bei den anderen beiden Trägertypen auch, teilweise große Nachteile. Kommt es zu einem Unfall, kann beispielsweise die Heckscheibe zertrümmert werden. Informieren Sie sich also unbedingt im Vorfeld über entsprechend hochwertige Systeme.

An die Sicherheit denken

Grundsätzlich gilt es natürlich, die Räder gut zu befestigen. Moderne Systeme bringen hier in der Regel alles Nötige mit, ein zusätzlicher Spanngurt kann aber nicht schaden. Wer sein Auto inklusive der Räder stehen lässt, sollte außerdem daran denken, die Zweiräder ab- beziehungsweise anzuschließen. Einige Herstellersysteme verfügen zum Beispiel über einen eigenen Abschließmechanismus, mit dem die Fahrräder gesichert werden können.

Denken Sie außerdem daran, alle losen Gegenstände, wie Fahrradkörbe, Lichter, Trinkflaschen etc. vor der Fahrt abzunehmen bzw. zu entfernen und sicher im Fahrzeuginneren zu verstauen. Lösen sich Teile während der Fahrt, können sie zu gefährlichen Geschossen werden.  © 1&1 Mail & Media / CF

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